Von 30. Mai bis 26. Juli 22 Konzerte in sieben Stiften.
OÖ. Ein Programm auch mit "Experimentierfreude" hat Intendant Rico Gulda am Freitag für die diesjährigen Oberösterreichischen Stiftskonzerte präsentiert. Von 30. Mai bis 26. Juli finden 22 Konzerte in sieben Stiften Oberösterreichs statt. Die Saison steht unter dem Motto "O Mensch gib Acht", einem Satz aus Gustav Mahlers 3. Sinfonie, der Tagesaktualität zum Ausdruck bringe, hieß es in der Pressekonferenz.
Diese 3. Sinfonie wird erstmals in der Stiftsbasilika von St. Florian am 30. Juni 2026 vom Bruckner Orchester Linz (BOL) unter Markus Poschner aufgeführt. Zudem spielen das Orchester und sein Chefdirigent - der Tradition folgend - auch die beiden Eröffnungskonzerte im Marmorsaal von St. Florian (Solistin: Noa Wildschut, Violine). In einem weiteren Basilika-Konzert gibt das BOL am 4. Juli unter Dirigent Philippe Jordan Anton Bruckners 8. Sinfonie.
Als Solistenbei weiteren Stiftskonzerten werden u.a. Patricia Kopatchinskaja (Violoncello), Julia Hagen (Violoncello), Hayato Sumino (Klavier), Wiebke Lehmkuhl (Alt), Rafael Fingerlos (Bass) und Alois Mühlbacher (Countertenor) angekündigt. Musikalisch begleitete Lesungen gibt es mit Erika Pluhar und Christoph Ransmayr. Musikalische Rundgänge und Open Air-Konzerte sollen Abwechslung in die barocke Pracht bringen.
Uraufführungen junger Talente
In Zusammenarbeit mit der Anton Bruckner Privatuniversität und den Stiften St. Florian, Kremsmünster und Wilhering, erleben kurze Auftragskompositionen ihre Uraufführung. Maria Perez Diez, Peter Trabitzsch und Asmund Personn Odegaard waren dazu vier Wochen im Stift zu Gast.
Die beiden Abschlusskonzerte am 25. und 26. Juli im Marmorsaal von St. Florian versprechen zudem Akrobatik. Das französische Barockensemble Le Concert de la Loge integriert bei seinem Oberösterreich-Debüt in Vivaldis "Vier Jahreszeiten" die bereits international umjubelte akrobatische Choreografie eines Tanz-Ensembles.