Zähe Verhandlungen

Ordensspitäler: Nächster Streik am 3. März

Auch die sechste Verhandlungsrunde brachte keine Einigung. Die siebente Runde ist für 12. März angesetzt. 

Die Kollektivvertragsverhandlungen für die rund 10.000 nichtärztlichen Beschäftigten der Ordensspitäler Oberösterreich blieben am Dienstag ergebnislos. Daraufhin kündigte die Arbeitnehmerseite einen weiteren Streik für den 3. März an.

Sechste Verhandlungsrunde ohne Einigung

Um 9 Uhr trafen sich die Verhandlungsführer im Klinikum Wels zur sechsten Runde. Auf Arbeitgeberseite war Carmen Breitwieser, Verhandlungsleiterin der Ordensspitäler Oberösterreich, vertreten, auf Arbeitnehmerseite Martina Reischenböck (Gewerkschaft vida). Nach vier Stunden ohne Einigung betonte Reischenböck, dass arbeitszeitverkürzende Maßnahmen weiterhin zentrale Forderung seien. Details, wie diese umgesetzt werden könnten, ließ sie offen. 80 Prozent der Beschäftigten hatten das bisherige Angebot abgelehnt. Die siebte Verhandlungsrunde ist für den 12. März angesetzt.

Keine Änderung an der Normalarbeitszeit geplant

Breitwieser sprach von einem „zähen Ringen“ und verwies auf das bereits vorliegende Angebot mit einer effektiven Arbeitszeit von 39 Stunden inklusive Benefits. Änderungen an der Normalarbeitszeit seien nicht vorgesehen, einzelne Zusatzleistungen könnten jedoch angepasst werden. Einzelne Angestellte profitieren bereits vom Angebot, betonte sie. Der zuvor angekündigte Streiktermin habe sie überrascht, da alle gemeinsam nach Lösungen suchen müssten.

Grüne kritisieren Landespolitik

Die Grünen kritisierten die Landespolitik. Gesundheitssprecherin Brigitte Huber-Reiter bemängelte, dass die Landesspitze nichts unternommen habe, um die Arbeitgeberseite zu einem verbesserten Angebot zu bewegen. Auch Briefe der Beschäftigten seien unbeachtet geblieben.

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