Am Samstag werden in Berlin die „Bären“ vergeben. Markus Schleinzer zählt mit „Rose“ zu den Top-Favoriten.
Den “Goldenen Bären“ für den besten Spielfilm bei der Berlinale hat Österreich bisher nicht gewonnen. Jetzt winkt der allererste-Triumph. Am Samstag werden von der internationalen Fachjury rund um Wim Wenders die „Bären“ in acht Hauptkategorien vergeben und beim Top Preis „Goldener Bär“ gilt das Drama „Rose“ von Markus Schleinzer als einer der ganz großen Favoriten.
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Sandra Hüller gibt sich dabei nach dem Dreißigjährigen Krieg im 17. Jahrhundert als männlicher Soldat aus, um den Beschränkungen ihres Geschlechts zu entkommen und einen Hof zu erben. "Phänomenal" (Screen Daily), "Großartig" (Variety) oder "Meisterklasse der Schauspielerei" (The Hollywood Reporter) überschlagen sich dabei die internationalen Kritiken.
Als größte Konkurrenten gelten das etwas monothematische “At the Sea”, in dem die zweifache Globe-Gewinnerin Amy Adams („American Hustle“) ein schauspielerisches Solo als Alkoholkranke hat und “Gelbe Briefe”, bei dem sich ein türkisches Künstlerpaar mit den zunehmenden Repressionen des Staates auseinandersetzen muss.
Weniger Siegeschancen werden indes unserem 2. Wettbewerbsbeitrag "The Loneliest Man in Town" zugesprochen: Tizza Covi und Rainer Frimmel erzählen dabei semidokumentarisch von der Welt des alternden Bluesmusikers Al Cook.
Conchita /o.) und Minichmayr (u.) bei Premiere von „Die Blutgräfin“.
Österreich zählt dennoch schon jetzt zu den größten Abräumern der Berlinale, mit gleich 12 Premieren u.a. „Vier minus drei“ von „Rickerl“-Regisseur Adrian Goiginger und Ulrike Ottingers Vampir-Story „Die Blutgräfin“, wo neben Isabelle Huppert auch Birgit Minichmayr und Conchita für Red Carpet Rummel sorgten.