Ein oberösterreichisches Unternehmen aus der Photovoltaik-Branche steht vor dem Aus. Schulden und fehlende Aufträge führten in die Krise.
Vor der Insolvenz steht die NOVUS Energy GmbH mit Sitz in Herzogsdorf. Beim Landesgericht Linz wurde ein Antrag auf Eröffnung eines Konkursverfahrens eingebracht. Das Unternehmen war im Bereich Elektrotechnik tätig und auf die Planung sowie Errichtung von Photovoltaikanlagen für Geschäftskunden spezialisiert. Zuletzt beschäftigte der Betrieb sechs Mitarbeiter.
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Über mehrere Monate hinweg verschärfte sich die wirtschaftliche Lage. Vor allem ausbleibende Aufträge belasteten das Unternehmen stark. Ein wichtiger Partner konnte zugesagte Auslastungen nicht einhalten, wodurch die tatsächliche Leistung deutlich unter den Erwartungen blieb. Gleichzeitig führten nicht umgesetzte finanzielle Entlastungen zu wachsender Unsicherheit und beeinträchtigten auch das Vertrauen der Bank.
Anzahlungen für neue Projekte blieben aus
Die Situation spitzte sich weiter zu, als Anzahlungen und Sicherheiten für neue Projekte ausblieben. In der Folge wurden Kreditlinien eingefroren, wodurch die Liquidität massiv einbrach. Auch ein Antrag auf Zahlungserleichterung wurde abgelehnt, sodass laufende Verpflichtungen nicht mehr erfüllt werden konnten.
Fortführung ist nicht geplant
Die Verbindlichkeiten belaufen sich derzeit auf rund 1,72 Millionen Euro, betroffen sind insgesamt 39 Gläubiger. Dem stehen Vermögenswerte von etwa 400.000 Euro gegenüber, mögliche Schadenersatzansprüche sind noch ungewiss. Eine Fortführung ist nicht vorgesehen, da wirtschaftliche Perspektiven fehlen. Auch die Gesellschafter stellen kein weiteres Kapital bereit. Nun wird mit der Eröffnung des Insolvenzverfahrens gerechnet, in dessen Zuge das vorhandene Vermögen verwertet werden soll.