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1 Mio Autos bis 2050

Verkehrszuwachs in OÖ setzt sich fort

Beim Zuwachs des Verkehrsaufkommens ist in Oberösterreich kein Ende in Sicht.

Das berichtete der für den Straßenbau zuständige Landeshauptmannstellvertreter Franz Hiesl (V) am Montag in Linz. Er will die begonnene Straßen-Infrastrukturoffensive fortsetzen. Der Grüne Verkehrssprecher Gottfried Hirz verlangte mehr geistige und finanzielle Investitionen in den Öffentlichen Verkehr.

Mehr Autos und Güterverkehr
Hiesl rechnet damit, dass der Motorisierungsgrad von zuletzt 540 Pkw pro 1.000 Einwohner bis zum Jahr 2021 auf rund 680 und bis 2050 auf rund 700 ansteigen werde. Der Pkw-Bestand werde im gleichen Zeitraum von 750.000 auf knapp unter eine Million wachsen. Denn nicht nur die Zahl der pro Werktag zurückgelegten Wege im Bundesland werde zunehmen, sondern auch der Anteil des Pkw-Verkehrs. Zudem werde der Güterverkehr in Oberösterreich gemessen an den transportierten Tonnen bis 2030 um rund 50 Prozent zunehmen.

Nur durch die Fortsetzung der vor einigen ins Leben gerufene Straßenbauinfrastrukturoffensive könnten der Wirtschaftsstandort Oberösterreich weiter optimiert, zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen und die Voraussetzungen für die tausenden Pendler verbessert werden, erklärte Hiesl.

Investitionen in Öffentlichen Verkehr gefordert
Hirz befürchtete angesichts der Verkehrsprognose, damit sei nicht nur der Verkehrskollaps in Oberösterreich programmiert, auch die Umwelt, Zeit und Geld der Pendler würden unter die Räder kommen. Überall dort, wo intelligente, gute und regelmäßige Öffentliche Verkehrsmittel angeboten werden, würden sie von der Bevölkerung auch angenommen. Er forderte mehr geistige und finanzielle Investitionen in den Öffentlichen Verkehr, etwa bei Vertaktung und Vernetzung der Öffis, aber natürlich auch was deren Ausbau und Attraktivierung betrifft.



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