Leo XIV.

Papst traf Familie eines Opfers des Grazer Amoklaufs

"Heute sind wir hier, um mit dem Papst für sie und für die unschuldigen Opfer dieser Tragödie zu beten", sagte die 21-jährige Schwester der Getöteten.

Vatikanstadt/Graz. Am Ende der Generalaudienz auf dem Petersplatz hat Papst Leo XIV. am Mittwoch die Angehörigen einer 15-jährigen Schülerin empfangen, die am 10. Juni 2025 bei dem Amoklauf an einem Gymnasium in Graz getötet worden war. Bei dem Angriff kamen insgesamt elf Menschen ums Leben.

"Heute sind wir hier, um mit dem Papst für sie und für die unschuldigen Opfer dieser Tragödie zu beten", sagte die 21-jährige Schwester der Getöteten, wie lokale Medien berichten. Gemeinsam mit ihrem Vater, ihrer Mutter und ihrer elfjährigen Schwester traf sie den Papst, um Trost zu finden und "unser Leid zu schildern - auch stellvertretend für die Familien, die ihre Kinder verloren haben, sowie für einen Lehrer, der ebenfalls Opfer des Massakers wurde".

3.000 junge Menschen auf dem Petersplatz

"Wir erleben diesen Vormittag mit Leo XIV. als ein unerwartetes Geschenk, fast wie ein Wunder. Dem Papst unseren Schmerz anzuvertrauen, ihm Fotos und Zeichnungen von ihr zu zeigen und seinen Segen zu erhalten, ist eine große Erleichterung für die Zukunft, die sicherlich nicht leicht sein wird", so die junge Frau.

Während der Audienz waren auf dem Petersplatz außerdem rund 3.000 junge Menschen anwesend, die an Univ2026 teilnehmen, einer Initiative, die 1968 ins Leben gerufen wurde. Während der Karwoche sind Tausende Studierende aus etwa 200 Universitäten nach Rom gekommen, um "an der Seite des Papstes im Herzen der Kirche zu sein", erklärte der Verantwortliche der Initiative Sergio Rizzi. Das diesjährige Thema lautet: "Brücken bauen: die Kunst des Dialogs".

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