Michael K.

Chronik

Polizei vermutet: Es war ein Sex-Mord

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Verdächtiger hat Julia bei Liebesspiel beobachtet.

Fünf Beamte des Bundeskriminalamtes haben nur noch ein Ziel vor Augen: Sie wollen den in U-Haft sitzenden Michael K. (51) zu einem Geständnis drängen, weil sie ihn für den Mörder der Schülerin Julia Kührer (16) aus Pulkau halten. Sie haben sich regelrecht festgebissen, sind sich heute absolut sicher: Julia fiel 2006 einem Sexualmord zum Opfer.

Beweise haben sie freilich keine, nicht mal die genaue Todesursache des Mädchens ist bekannt, dessen Überreste in einem Erdkeller des Anwesens von Michael K. entdeckt worden waren. Doch alles andere als ein Sexualdelikt macht für die Fahnder keinen Sinn. „Raub oder ein Verbrechen aus Wut und Eifersucht scheiden aus. Doch warum sonst wurde die Leiche in eine Decke eingewickelt, mit Benzin übergossen und dann angezündet?“, fragen sie sich. Es bleibt ein Sex-Mord.

In diese Richtung geht auch eine Aussage des Tatverdächtigen, die Michael K. in einer früheren Einvernahme getätigt haben soll. Angeblich hat der Ex-Videotheken-Besitzer, für den die Unschuldsvermutung gilt, Julia beim Sex im Auto mit ihrem damaligen Freund beobachtet. Kurz darauf starb das Mädchen.

Wie berichtet, wurde Michael K. bereits zum zweiten Mal von der Polizei als Verdächtiger verhaftet. Er gilt als dringend tatverdächtig, diesmal wurde die U-Haft verhängt. Stärkstes Indiz: Eine DNA-Spur auf der Decke, in die Julias Leiche eingewickelt war.

ÖSTERREICH: Herr Dr. Rifaat, ihr Mandant soll ein Sexualmörder sein.
Rifaat:
Mein Mandant ist überhaupt kein Mörder.

ÖSTERREICH: Die Polizei geht aber davon aus. Michael K. soll Julia Kührer vor ihrem Tod beim Sex beobachtet haben.
Rifaat: Das ist mir in dem Zusammenhang nicht bekannt.

ÖSTERREICH: Er soll es selbst ausgesagt haben.
Rifaat: Wenn die Polizei das sagt und dies im Protokoll steht, verstößt sie gegen ihre Amtsverschwiegenheitspflicht.

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