In den Weihnachtsurlaub wollte ein Kölner mit seinen Töchtern – der Flug endete mit einer Katastrophe.
Sbg. Das Unglück ereignete sich Samstag gegen 15.00 Uhr. Der 66-jährige Pilot aus Köln war in den Mittagsstunden mit den beiden Töchtern (8 und 11) von Bonn Hangelar zum Winterurlaub nach Österreich gestartet. Trotz Warnungen vom Flugplatz Zell am See, dass die Wetterbedingungen mehr als bedenklich waren, landete der Deutsche nicht etwa in Salzburg, sondern steuerte mit der Cirrus SR22T unbeirrt den Pinzgau an. Wie es derzeit aussieht – Genaueres wird aber die Flugunfallkommission herausfinden –, entschloss sich der Pilot im allerletzten Moment, doch nicht in Zell zu landen, sondern startete noch einmal durch – und zerschellte in einem Waldstück nahe Bruck an der Glocknerstraße.
© Feuerwehr Bruck
Prellungen. Bei dem Crash wurde der 66-Jährige eingeklemmt und konnte im Sterben noch kurz mit seinen verletzten Töchtern reden, wobei die jüngere mit Prellungen davonkam.
© Feuerwehr Bruck
Rollstuhl. Die 11-Jährige indes, die von klein auf an einer angeborenen Muskelschwäche leidet und im Rollstuhl sitzt, trug so schwere Blessuren davon, dass leider wenig Hoffnung besteht, dass das Mädchen überlebt. Es erlitt multiple Knochenbrüche und innere Verletzungen und befand sich zu Redaktionsschluss in einem Salzburger Krankenhaus, umsorgt von ihrer Mutter, die mit dem Auto in den tragischen Weihnachtsurlaub nachgereist war, im künstlichen Tiefschlaf. Das Kleinflugzeug wurde noch am Sonntag geborgen und nach Zell in eine Halle zur genauen Untersuchung gebracht.