Illegale Taxler im Pinzgau aufgeflogen

Für arabische Gäste

Illegale Taxler im Pinzgau aufgeflogen

Die Autos stammen aus Deutschland. Sie sind auffällig in Elfenbein lackiert.

Im Salzburger Pinzgau klagen Taxifahrer über illegale Konkurrenz, die Gäste aus dem arabischen Raum ohne Konzession während deren Urlaubs chauffiert. Bei einer Kontrolle der Bezirkshauptmannschaft Zell am See wurden 40 Lenker kontrolliert und dabei drei Fahrer ohne Genehmigung erwischt.

Der Piesendorfer Reisebürounternehmer Erich Oberkofler hörte bei der Talstation der Seilbahn zum Kitzsteinhorn bei 50 Fahrzeugen zu zählen auf, die seiner Meinung nach illegal unterwegs waren. "Wir haben 40 kontrolliert und drei erwischt", sieht Reichholf das Problem nicht gar so dramatisch. Besonders auffällig sind Taxis aus Deutschland aufgrund ihrer Lackierung in Elfenbein. Wenn sich eine Urlauberfamilie vom Flughafen München ins Hotel im Pinzgau fahren lasse, sei dies erlaubt, so Reichholf, aber zumeist handle es sich um Ausflugsfahrten, die eben nur mit Konzession legal seien.

Der Kapruner Taxi-Unternehmer Hermann Malaun weiß auch von in Deutschland lebenden Arabern, die sich im Sommer für mehrere Wochen oder einen Monat ein Taxi mieten, und dann am Flughafen Urlaubern aus diesen Ländern für die ganze Aufenthaltsdauer Fahrdienste anbieten. "Die gehen keinen Schritt zu Fuß und wollen einen Wagen samt Chauffeur." Auch in Wien würden arabische Fahrer mit Privatautos solche Dienste offerieren. "Da gibt es natürlich auch Vermittler."

Bis zu 1.700 Euro Strafe
Wird ein Lenker ohne Konzession erwischt, muss er mit empfindlichen Strafen rechnen. Für Ersttäter beträgt die Mindeststrafe 1.453 Euro, so Reichholf. Die drei bei der jüngsten Kontrolle ertappten Lenker mussten jeweils 1.600 bis 1.700 Euro zahlen. Während des Ramadan sind Gäste aus dem arabischen Raum weitgehend ausgeblieben, aber für September kündigt der Strafamtsleiter bereits weitere Kontrollen an.

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