Wunsch: Papstaudienz

Nonnen von Goldenstein: Gönner finanzieren Reise nach Rom

Die drei Ordensfrauen waren bisher noch nie in Rom. 

Salzburg. Im Fall der drei Nonnen, die gegen den Willen ihres Ordensoberen in das leer stehende Kloster Goldenstein in Salzburg zurückgekehrt sind, liegt der Ball noch in Rom. Dort hat das Dikasterium, eine Behörde der römischen Kurie im Vatikan, noch keine endgültige Entscheidung darüber getroffen, ob sie im Kloster dauerhaft bleiben dürfen. Gönner finanzieren nun den Nonnen eine Reise nach Rom, um an einer Audienz von Papst Leo XIV. teilnehmen zu dürfen.

Die privaten Gönner aus Rom haben bereits Geld zur Finanzierung der Reise nach Rom gesammelt, wie eine Sprecherin der Nonnen am Montag im APA-Gespräch schilderte. Jetzt gehe es nur mehr darum, einen Termin für die Audienz beim Papst Ende April, Anfang Mai zu bekommen. Die Nonnen wollen offenbar den Papst persönlich darum bitten, weiterhin im Kloster bleiben zu dürfen.

Die drei Ordensfrauen waren bisher noch nie in Rom

"Die drei Nonnen sind sehr glücklich, nach Rom reisen zu dürfen. Sie waren noch nie in Rom, die Reise ist für sie etwas Spezielles", sagte die Sprecherin. Momentan gehe es den Ordensfrauen gut, sie seien wohlauf und würden von einer 24-Stunden-Pflege sieben Tage die Woche im Kloster in Elsbethen (Flachgau) betreut.

Wie die Kathpress am Freitag berichtete, soll der deutsche Vatikan-Journalist Andreas Englisch laut Nachrichtenagentur KNA in der aktuellen Folge seines Podcasts "Vatikangeflüster" berichtet haben, dass für die drei Ordensschwestern derzeit eine Reise nach Rom vorbereitet werde. Hintergrund seien "sehr großzügige Spender", die sich bei ihm gemeldet hätten und den Ordensfrauen ermöglichen wollen, den Papst zu treffen.

Notwendige Schritte werden noch abgestimmt

"Das ist alles schon fest", sagte Englisch in dem Podcast. Man sei in der Planung. Aktuell würden die notwendigen Schritte mit den Nonnen und den Ärzten, die sie betreuen, abgestimmt. Geplant sei unter anderem die Teilnahme an einer jeden Mittwoch stattfindenden Generalaudienz des Papstes. Dabei bestehe die Hoffnung auf eine persönliche Begegnung mit Leo XIV.: "Ich bin mir sicher, dass der Papst ihnen auch die Hand geben wird", so Englisch.

Der Fall der betagten Augustiner-Chorfrauen im Alter von Anfang bis Ende 80 hatte in den vergangenen Monaten auch international für Aufmerksamkeit gesorgt. Die drei Nonnen waren nach einem vorangegangenen Aufenthalt in einem Seniorenheim gegen den Willen ihres zum Apostolischen Kommissar bestimmten Oberen im September in ihr früheres Kloster zurückgekehrt, das mittlerweile der Erzdiözese Salzburg und dem Stift Reichersberg gehört.

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