Red-Bull-Erpresser: Geht er morgen frei?

Geständiger Pleitier

Red-Bull-Erpresser: Geht er morgen frei?

U-Haft: Gericht prüft Verlängerung.

Seit 13. April sitzt Alfred Georg L. (47) aus Vösendorf in Salzburg in U-Haft. Der gescheiterte Jeanshändler hat den Energydrink-Konzern Red Bull erpresst. Erst wollte er 3,6 Millionen Euro, dann ließ er sich auf 600.000 Euro runterhandeln. Bei der Übergabe schlug in Mödling die Cobra zu. Für den mutmaßlichen Erpresser gilt die Unschuldsver­mutung.

Morgen könnte der verheiratete Vater von zwei Töchtern wieder ein freier Mann sein – zumindest bis zu seinem Prozess. Es steht die Haftprüfung an: „Wir werden eine Verlängerung der U-Haft beantragen“, kündigt Staatsanwalt Marcus Neher an: „Die Tatbe­gehungsgefahr ist noch immer gegeben.“

Nur: Alfred Georg L. ist voll geständig und hatte offenbar nie die technische Möglichkeit, Red-Bull-Dosen mit Krankheitskeimen zu verseuchen, wie er das angedroht hatte. Flucht- oder Verdunklungsgefahr – zwei weitere Haftgründe – nimmt nicht einmal die Staatsanwaltschaft an. Wie Verteidiger Robert Bukovc vor dem Haftrichter argumentiert, ist nicht bekannt. Er ließ ausrichten, er dürfe nichts sagen.
Noch immer ist nicht klar, weswegen Alfred Georg L. angeklagt wird. Möglich sind schwere oder „einfache“ Erpressung. Der Unterschied: fünf bzw. zehn Jahre Haftdrohung. „Es liegt noch kein Ermittlungsbericht der Polizei vor“, so Staatsanwalt Marcus Neher.

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