Dreimäderl-Haus mit Mutter aus Holland ist nun auch für Besucher zu sehen.
Szbg. Das gab es in Salzburg noch nie. „Vor zwei Wochen sind nicht ein oder zwei, sondern gleich vier neue Geparde bei uns eingezogen. Dabei handelt es sich um eine Mutter mit ihren drei Jungtieren“, verrät Geschäftsführerin Sabine Grebner vom Zoo Salzburg. Nachdem die Gepardenfamilie die ersten Tage nach ihrer Ankunft im hinteren Bereich der Anlage verbracht hat, sind die neun Jahre alte Moira sowie ihre acht Monate alten Töchter Bia, Tamasha und Kikundi nun auch für Besucher zu sehen. „Gestern durften die vier zum ersten Mal die große Außenanlage erkunden. Dabei verhielten sich die drei Schwestern und ihre Mutter genauso entspannt wie nach ihrer Ankunft. Mit der Unterstützung der Familie ist eben alles leichter“, so Grebner schmunzelnd.
Austausch mit Safaripark in Holland
Durch den Einzug der aus dem niederländischen Safaripark Beekse Bergen angereisten Geparde ist die Anzahl der im Zoo Salzburg lebenden, eleganten Jäger auf sechs angewachsen. „Im Gegenzug wurde eines unserer beiden Weibchen, die 6-jährige Jala, nach Beekse Bergen transportiert, wo übrigens auch das Europäische Erhaltungszuchtprogramm (EEP) seinen Sitz hat.“
Der Grund: Die in der Natur selten gewordenen Tiere sind nur begrenzt fruchtbar und nachdem Jala noch keinen Nachwuchs hatte, soll im Sinne des Arterhalts jede Chance ergriffen werden. Und da das in Salzburg lebende Männchen noch nicht geschlechtsreif ist, bei Jala aber die Uhr tickt, hofft man auf ein „Match“ mit dem erfahrenen Gepard des niederländischen Zoos. „Um für Jala Platz zu schaffen, haben wir die Gepardenfamilie aufgenommen. Im Grunde war ohnehin mindestens eins der jungen Weibchen für uns angedacht. Das hätte jedoch noch etwa eineinhalb Jahre gedauert, da die Jungtiere erst mit gut zwei Jahren von der Mutter getrennt werden“, sagt Sabine Grebner. „Für uns ist das so natürlich umso schöner und es freut uns auch sehr für alle Besucher, die Moira, Bia, Tamasha und Kikundi bei ihren Interaktionen beobachten können. Nun dürfen die jungen Raubkatzen bei uns in Ruhe erwachsen werden.“