Skandal um brutale Tierversuche

Für die Forschung

Skandal um brutale Tierversuche

236.000 Tiere in einem Jahr "verbraucht"

Wien. Pferde, Hunde, Schweine, Zehntausende Kaninchen, Ratten und Mäuse: In Österreichs Labors wird mehr denn je am lebenden Objekt geforscht. Noch nie landeten so viele Tiere in den Versuchsanstalten. 2016 waren es unglaubliche 236.459 Versuchstiere, die im Namen der Forschung zu Experimenten herangezogen wurden.
 
Das entspricht einer Steigerung von 13 Prozent gegenüber 2013. 5.815 Tiere überlebten die Tortur nicht und starben in der Grund­lagenforschung sowie zur Überprüfung von Stoffen und Produkten. 17.272 Tieren wurden bewusst Ängste und Schmerzen zugefügt.
 
Tabu sind in Österreich dagegen seit 2007 Versuche an Menschenaffen. Beruhigend nach dem Skandal um Abgasversuche an Primaten durch VW in Deutschland. Nicht erlaubt sind seit 1999 auch Versuche um Kosmetika zu testen.
 

Keine zentrale Kontrollstelle

Kritisiert wird von Tierversuchsgegnern, dass ein einzelner Beamter der jeweiligen Landesregierung oder des Wissenschafts­ministeriums (für die Unis) die Genehmigungen für die Versuche erteilt. Eine unabhängige Kontrollkommission gibt es dagegen nicht. Es besteht jedoch dagegen eine Tierversuchskommission des Bundes, in der auch Tierschützer sitzen. Diese ist allerdings nur beratend, wenn es um Zucht oder die Unterbringung der Tiere geht.
 
Problematisch sind immer noch „Doppel-Versuche“: Die gleichen Versuche werden in unterschiedlichen Labors durchgeführt. Zum Leid­wesen der Tiere ...

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