So gefährlich sind Österreichs Bezirke

Sicherheits-Atlas

So gefährlich sind Österreichs Bezirke

Die regionalen Unterschiede sind groß: Aber fast überall steigt die Kriminalität.

Crime

537.792 Straftaten im vergangenen Jahr. Ein Plus von 3,8 Prozent im Vergleich zu 2015. Die Kriminalität in Österreich steigt. Ganz extrem sogar bei Gewaltdelikten. Dort wurde ein starker Anstieg von 6,9 Prozent registriert. Die negative Entwicklung zieht sich durch alle Bundesländer – ausgenommen Kärnten, wo die Kriminalität um 0,4 Prozent sank. Ansonsten gilt auch beim Blick in die 98 einzelnen Bezirke und Statutarstädte des Landes: In den meisten Regionen hat die Zahl der Verbrechen zugenommen, in manchen ist sie regelrecht explodiert.

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Die Farbskala bewegt sich von Dunkelrot für einen starken Anstieg der Kriminalität um 30 Prozent bis zu tiefem Blau für einen entsprechenden Rückgang.

Steigerung

Ausreißer nach oben mit einem Plus von über 20 oder gar 30 Prozent wie in St. Pölten-Land, Eisenstadt oder Waidhofen an der Ybbs kommen im Zahlenwerk des Innenministeriums ebenso vor wie Bezirke, in denen die Kriminalität rückläufig war.

Von niemandem ernsthaft bestritten wird die Tatsache, dass die Kriminalitätsentwicklung auch etwas mit der Zunahme der Ausländerzahl zu tun hat. In keiner anderen Gruppe als bei den Asylwerbern und Fremden haben die Delikte stärker zugenommen. Um exakt 54,2 Prozent. 22.289 Anzeigen wurden gegen Asylwerber erstattet. Die führende Nation war hierbei Afghanistan, die meisten Täter waren Jugendliche zwischen 14 und 17 Jahren.

Rumänen am häufigsten von der Polizei angezeigt

Insgesamt haben Ausländer 105.551 Straftaten verübt. Das entspricht einer Zunahme von 13,7 Prozent. Die meisten Anzeigen gehen dabei auf das Konto von Rumänen. Stichwort: aggressives Betteln.

Die steigende Kriminalität forciert auch immer wieder die Forderung nach einer Stärkung der Polizei. Tatsächlich hat die Exekutive so gut gearbeitet wie nie zuvor und mit einer Aufklärungsquote von 45,9 Prozent einen neuen Rekord aufgestellt. Allerdings kommt bei 23.000 Beamten nur ein Polizist auf 400 Einwohner. Zum Vergleich: In Bayern sorgen 42.000 Polizisten für die Sicherheit der 12,8 Millionen Einwohner. Hier kommt auf 300 Einwohner ein Polizist. Ein gravierender Unterschied, der sich in der Aufklärungsquote widerspiegelt: 64 Prozent.

Sicherheit

Unter VP-Innenminister Wolfgang Sobotka, der die Kriminalitätsentwicklung vorausgesagt hatte, soll die Sicherheitslage künftig noch weiter verbessert werden.

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Alle 90 Minuten wird in Österreich eingebrochen

Obwohl die Zahlen sinken, Einbrüche bleiben der absolute Albtraum.

12.975 Einbrüche in zwölf Monaten in Häuser und Wohnungen, eine geringe Aufklärungsquote von nur zehn Prozent. Einbrecherjagd bleibt die große Herausforderung für die Polizei. 35,5 Einbrüche gibt es jeden Tag, alle 90 Minuten schlagen die Täter zu.

Immerhin ist es gelungen, die Gesamtzahl der Verbrechen um 16,4 Prozent zu reduzieren. Die Hochburg der Einbrecher bleibt die Bundeshauptstadt Wien, in der 6.173 Mal in fremde Wohnungen eingestiegen wurde. Kaum Einbrüche gab es dagegen im Burgenland – gerade einmal 141. Bei den gefassten Einbrechern handelte es sich um 342 Inländer und 1.715 Ausländer.

Die Krimi-Statistik Ihres Bezirkes zum Durchklicken

Diashow: Kriminal-Barometer: Alle Bezirke auf einen Blick

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