So wird der heurige Stau-Sommer

Reisewelle beginnt

So wird der heurige Stau-Sommer

Wie jeden Sommer werden sich wieder kilometerlange Blechkolonnen bilden.

Es ist ein Ritual, das sich alle Jahre wieder auf die selbe Art und Weise vollzieht: Zuerst beginnt der Sommer, dann die Ferien und unmittelbar darauf die Reisezeit. Viel gereist wird auf Österreichs Straßen allerdings nicht, meist wird gestaut. Auch heuer werden sich laut ÖAMTC an einigen neuralgischen Punkten - nicht zuletzt aufgrund von Baustellen - kilometerlange Blechkolonnen bilden. Traditionell besonders betroffen sind dabei die Bundesländer Salzburg und Tirol.

Tauerntunnel entschärft
Die wohl erfreulichste Nachricht zuerst: Wenn am 2. Juli, dem Ferienbeginn in Ostösterreich, die Urlauberreisewellen zu rollen beginnen, wird sich der Tauerntunnel in völlig neuem, weil zweiröhrigen Gesicht präsentieren. Ein Rekordstau von 35 Kilometern Länge wurde dort am 31. Juli 2010 gemessen - ein Jahr später hat der Tunnel nach der Inbetriebnahme der zweiten Röhre sein Verkehrsvolumen mehr als verdoppelt. "Staus wird es aber trotzdem geben, weil nicht zu erwarten ist, dass an der Mautstelle St. Michael der Ansturm der Autofahrer bewältigt werden kann", befürchtet man beim ÖAMTC. Die Asfinag habe zwar noch fünf zusätzliche Abfertigungsstreifen errichtet, die Verkehrsexperten erwarten in Spitzenzeiten dennoch längere Verzögerungen.

Am stärksten belastet werden wohl auch heuer wieder die Bundesländer Tirol und Salzburg sein. Im Vorjahr wurde jeder vierte Stau in Tirol verzeichnet, knapp jeder fünfte in Salzburg. "Ein sehr ähnliches Bild ist auch dieses Jahr zu erwarten", so der Club in einer Aussendung. Auf der Inntal-Brennerstrecke (A12 und A13), der Fernpassroute (B179) sowie der Tauernautobahn (A10) werden dichter Kolonnenverkehr und Staus an jedem Wochenende nicht ausbleiben.

Reiseverkehr
Bis einschließlich Sonntag, dem 11. September, wenn in Süd- und Westösterreich, in Bayern und Baden-Württemberg die Ferien zu Ende gehen, wird es an jedem Wochenende starken Reiseverkehr geben. Die längsten Staus sind laut ÖAMTC zwischen Mitte Juli und Mitte August zu erwarten, wobei am brenzligsten wahrscheinlich die drei Wochenenden 23./24. Juli, 30./31. Juli sowie 6./7. August sein werden. Grund dafür ist der späte Ferienbeginn in den bevölkerungsreichsten deutschen Bundesländern Nordrhein-Westfalen (23. Juli) und Bayern (30. Juli).

Ärger mit Baustellen
Zahlreiche Baustellen werden zusätzlich für Verkehrsbehinderungen sorgen: Auf der Westautobahn (A1) beim Knoten Steinhäusl, zwischen Ybbs und Amstetten, zwischen Vorchdorf und Steyrermühl (14 Kilometer langer Gegenverkehrsbereich) sowie zwischen Wallersee und Salzburg Nord. Richtung Süden (A2) zwischen Baden und Kottingbrunn, Seebenstein und Neunkirchen, Zöbern und Pinggau sowie Ilz und Sinabelkirchen (ab Mitte August).

Eng wird es baustellenbedingt auch auf der Inntalautobahn (A12) zwischen Hall West und Innsbruck Amras, auf der Brenner Autobahn (A13) zwischen Matrei und Nösslach sowie auf der Wiener Südost Tangente (A23) zwischen Hanssonkurve und Landstraßer Gürtel.

"Zeitliches Ausweichen"
Wer zwar Lust auf Sommerurlaub mit dem Auto, aber nicht auf Staus hat, dem bleibt übrigens nur "zeitliches Ausweichen" über. Sprich: Einfach nicht fahren, wenn alle fahren. Dies scheint aber leichter gesagt als getan, weil gerade in der Hochsaison häufig nur von Samstag bis Samstag gebucht werden kann. Daher ist es laut ÖAMTC umso wichtiger, sich rechtzeitig und gut vorzubereiten. Der Club etwa bietet aktuelle Informationen sowohl im Internet (http://www.oeamtc.at/verkehrsservice bzw. http://www.oeamtc.at/staukalender) als auch telefonisch unter 0810/120120.

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