Landesgericht Salzburg

Chronik

Spendensammler wegen Betrugs verurteilt

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Der 24-jährige Angeklagte dürfte nur ein Erfüllungsgehilfe gewesen sein.

Am Landesgericht Salzburg ist am Dienstag ein 24-jähriger Spendensammler wegen Betrugs zu einer dreimonatigen Haftstrafe auf Bewährung verurteilt worden. Der in Österreich geborene Kroate soll in mindestens 134 Fällen vorgegeben haben, Geld für die Wasserrettung zu sammeln. Tatsächlich war er im Auftrag Dritter für andere Vereine unterwegs, die Spenden dürfte er nicht selbst einbehalten haben.

1.300 Euro Gesamtschaden
Die Beträge beliefen sich zwischen fünf und 25 Euro - der Gesamtschaden lag bei rund 1.300 Euro. Die Wasserrettung schob der Arbeiter vor, weil er sich durch eine Sammlung auf einem Fest der Einsatzorganisation mehr Geld erhoffte. Der Rechtsvertreter des Kroaten sagte am Dienstag, dass sein Mandant den Schaden so gut es ging wieder gut gemacht hat, außerdem habe der Mann ein reumütiges Geständnis abgelegt.

Vorbestraft
Erschwerend kam allerdings hinzu, dass der Angeklagte vorbestraft ist. "Ich bin selbst schuld, wenn ich nicht hinterfragt habe, für wen ich gesammelt habe", sagte er zur Richterin. "Ich will mit Spenden nichts mehr zu tun haben." Die Richterin hatte am Dienstag übrigens sämtliche Geschädigte zur Verhandlung geladen, ihnen aber freigestellt zu kommen. Ein einziges Opfer folgte dem Aufruf. Er soll damals zehn Euro gespendet haben, konnte sich daran aber nicht mehr erinnern.

Probezeit verlängert
Die bedingte Strafe gilt auf eine Probezeit von drei Jahren, außerdem wurde die Probezeit für eine zurückliegende Straftat auf fünf Jahre verlängert. Der Angeklagte nahm das Urteil an, die Staatsanwaltschaft gab keine Erklärung ab. Das Urteil ist damit noch nicht rechtskräftig.

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