Polizist ging ins Bordell und ließ Waffe an Bar

Sex während Dienstzeit

Polizist ging ins Bordell und ließ Waffe an Bar

Die Polizeischülerin musste seine Dienstwaffe sichern.

Steiermark. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes sorgt derzeit für Aufregung: Ein steirischer Polizist ging während seiner Dienstzeit in ein Bordell, hatte dort Sex, trank Alkohol und ließ seine Dienstwaffe an der Bar, wie "Kleine Zeitung" berichtet. Eine entsetzte Polizeischülerin in Praxisausbildung, die ihn begleitete rettete die Schusswaffe vor fremden Zugriff. 

Die schreckliche Szene hatte sich bereits am 8. Juli 2017 zugetragen. Er beschwerte sich später, dass entlassen werden soll. Eine untere Instanz befand das für zwingend. An jenem Tag war der Beschuldigte mit einem Kollegen zur Streife eingeteilt. In ihrer Begleitung war eine Polizeischülerin. 

Nachdem sie zunächst schon ohne dafür zu bezahlen Leberkäse, Holundersaft und Spritzer zu sich nahmen, wurden sie zu einem Einsatz in ein Bordell gerufen. Das wäre dienstlich nur maximal "für 20 Minuten notwendig gewesen", wie es im Urteil heißt. Doch ein Beamter hatte noch anderes vor. 

Der  Beschuldigte ging mit einer Prostituierten in ein Separee und hatte Sex. Weil der Dame seine Dienstwaffe nicht geheuer war, ließ er sie an der Bar liegen. Die Polizeischülerin brachte die Pistole in Sicherheit. 
 
Der Disziplinarsenat verhängte zuerst 15.000 Euro Strafe. Die zweite Instanz urteilte auf Entlassung. Der Verwaltungsgerichtshof fordert jetzt weitere Erhebungen.

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