Graz-Öffentlicher Verkehr

Erhöhung übersteigt VPI-Obergrenze

Bim-Jahreskarte wird ab Juli um 17 Euro teurer

Mit Juli werden die Ticketpreise in der Steiermark um 2,25 Prozent angehoben.

Graz. Das Jahresticket für die Graz-Linien inklusive Zone Eins wird ab diesen Sommer 473 statt bislang 456 Euro kosten. Während Stunden- und Tageskartenpreise gleich bleiben, ist vor allem die vergünstigte Jahreskarte für in Graz gemeldeten Bewohner stark betroffen. Die Zuzahlung durch die Stadt wird nicht angepasst. Seit ihrer Einführung 2016 ist ihr Preis um 31 Prozent gestiegen.

Opposition ist empört über neue Öffi-Preise

Klima. Bei den Grünen und der KPÖ stößt diese Botschaft auf Wut. Verkehrsstadträtin Elke Kahr sieht darin einen Widerspruch zu den Versprechen im Wahljahr 2019, wo sich alle Fraktionen fast durchgehen den Klimaschutz auf die Fahnen hefteten. „Den Lippenbekenntnissen müssen endlich Taten folgen, und zwar auch bei der Preispolitik“, fordert sie in einer Aussendung. „Während Luxemburg den Nulltarif einführt, wird bei uns die Tarifschraube angezogen.“

Ausbau. Auch für Umweltstadträtin Judith Schwentner (Grüne) steht die Erhöhung keinerlei in Relation zum Angebot. „Einer Preissteigerung um durchschnittlich 2,25 Prozent müsste zumindest auch ein entsprechendes Angebot gegenüberstehen“, kommentiert sie den erneuten Preisschub, der für sie einfach die Falschen trifft. „Jene Menschen zur Kasse zu bitten, die ohnehin schon einen Beitrag zum Klimaschutz leisten, ist sicher der falsche Weg.“
 

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