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Gebührenerhöhung?

Gemeinden bleiben auf Müll sitzen

Altstoffpreise am Boden: Entsorgungskosten übersteigen die Einnahmen durch Müll.

Abfallwirtschaft und Land Steiermark stellten am Donnerstag eine aktuelle Umfrage vor: Demnach sind die Steirer vorbildliche Mülltrenner und mit den Abfallentsorgern hochzufrieden. Dennoch könnten die Steirer – 2008 verursachte jeder 421 Kilogramm Abfall – weiter zulegen. „Im Restmüll finden sich mehr als 40 Prozent verwertbarer Stoffe“, ruft Landesrat Hans Seitinger (VP) auf, durch richtige Mülltrennung viele Millionen einzusparen.

Dieser Aufruf ist eigentlich eine Warnung: Wegen rapide sinkender Preise für Altpapier, Eisen, Kupfer etc. verlieren Abfallwirtschaft und Gemeinden derzeit ein Vermögen. Zum Teil sind die Entsorgungskosten bereits höher als die Einnahmen, weshalb zahlreiche Bürgermeister nach dem Urnengang im Frühjahr 2010 an eine Erhöhung der Müllgebühren denken.

Auch in Graz, wo 2010 ja kein Gemeinderat gewählt wird, läuten die Alarmglocken. Laut Susanne Bauer (SP) droht „eine deutliche Erhöhung der Gebühren.“



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