Kartnig-Prozess: Humus nicht bezahlt

Graz

Kartnig-Prozess: Humus nicht bezahlt

Nicht bezahlte Waren und Dienstleistungen standen am 18. Prozesstag im Mittelpunkt.

Am 18. Verhandlungstag im Prozess gegen Ex-SK-Sturm-Präsidenten Hannes Kartnig und sieben Mitangeklagte hatte das Publikumsinteresse deutlich nachgelassen, viele Reihen im großen Schwurgerichtssaal blieben leer. Als Zeugen waren verschiedene Vertreter von Firmen geladen, denen Sturm Graz laut Anklage Geld schuldig geblieben ist.

Zunächst wurde ein Fitnesstrainer befragt, dessen Security-Firma von 2005 bis 2008 für Sturm tätig war. Bei der Aufnahme der Personalien kam zur Sprache, dass diese bis vor Kurzem streng geheim gehalten werden mussten. Er habe als Leibwächter gearbeitet, so der 37-Jährige, „ich war für die Sicherheit eines Ex-Politikers aus Kasachstan verantwortlich“. Damals bei Sturm waren seine Leute allerdings eher für Ordnerdienste und Eingangskontrolle verantwortlich, das war etwas weniger brisant.

‚Wollte nicht sponsern‘
Der Vertrag lief über den Geschäftsmann Klaus Leutgeb, der einige Zeit im Sturm-Vorstand war und der auch an der Security-Firma des Zeugen beteiligt war. „Wer war der Kopf des Unternehmens?“, fragte Richter Karl Buchgraber. „Leutgeb“, so die Antwort. „Sie waren also sein Strohmann“, ergänzte Kartnig-Verteidiger Michael Pacher. „Ja, genau“. Leutgeb wollte den Fitnesstrainer auch noch überreden, einen Firmenkredit aufzunehmen, um Sturm eine Million Euro spenden zu können. „Ich wollte Sturm aber nicht sponsern“, so der Zeuge.

Humus
Dann ging es um eine Fuhre Humus für das Trainingszentrum, für die der Verein 287 Euro schuldig geblieben ist, außerdem um Handtücher und Bademäntel, die aber mittlerweile bezahlt wurden.

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