Lungau "schwimmt in Schmelzwasser"

Tauwetter

Lungau "schwimmt in Schmelzwasser"

Bundesstraße von Mure verschüttet: Feuerwehren im Pump-Einsatz.

Schmelzwasser hat am Mittwochnachmittag den Feuerwehren im Salzburger Bezirk Lungau zu schaffen gemacht. Besonders im nordöstlichen Teil des Bezirkes bildete der geschmolzene Schnee zum Teil riesige Seen. "Immer wieder dringt das Wasser auch in Häuser, Werkstätten, Garagen und Geschäfte ein und muss abgepumpt werden", sagte Heinz Lammer von der Bezirkshauptmannschaft Tamsweg am Mittwoch im APA-Gespräch. Und Bezirksfeuerwehrkommandant Hannes Pfeifenberger ergänzte, "ja, wir schwimmen in Schmelzwasser".

Wegen der hohen Außentemperaturen seien die enormen Schmelzwasser-Mengen über die örtlichen Oberflächenentwässerungen nicht mehr abgeflossen. Von den Überschwemmungen betroffen waren vor allem der Bezirkshauptort Tamsweg, die Gemeinden Mariapfarr, Mauterndorf, Lessach, Ramingstein, Unternberg und Zederhaus.

Als dramatisch wird die Lage im Lungau aber nicht beschrieben, Verkehrsbehinderungen und Sachschäden werden aber schon gemeldet. "Das Wasser kommt von allen Seiten. Morgen ist sicher ein kritischer Tag, da wird es auch bei uns bis zu zwölf Grad warm. Aber wir haben genug Pumpen, vorerst haben wir alles im Griff", schilderte Pfeifenberger, dessen 97 Kollegen mit 18 Einsatzfahrzeugen und 26 Pumpen im Bezirk unterwegs waren. Die Feuerwehr rechnet noch mit weiteren Einsätzen bis in die Nachtstunden.

Hochwasser-Einsätze in Steiermark

Die für Ende Februar ungewöhnlich hohen Temperaturen haben am Mittwoch den steirischen Feuerwehren vor allem in den Bezirken Murtal und Murau neuerlich einige Einsätze wegen Hochwassers beschert. Ein Gehöft und eine Gärtnerei mussten vor den Fluten des Schmelzwasser gesichert werden. Die Bundesstraße zwischen St. Georgen ob Murau und St. Ruprecht wurde von einer Mure teilweise verschüttet, teilte der Landesfeuerwehrverband Steiermark mit.

In Apfelberg (Bezirk Murtal) war das selbe Gehöft wie schon am vergangenen Wochenende erneut von Wassermassen bedroht. Abermals schafften es aber die Helfer, den Stall und die Rinder darin trocken zu halten. Auch in Großlobming mussten die Florianis Infrastruktur schützen. Dort war die Anlage einer Gärtnerei vom Schmelzwasser bedroht. Insgesamt standen bei den beiden Notfällen mehr als 70 Feuerwehrleute im Einsatz. Pro Minute wurden rund 22.000 Liter Wasser abgepumpt.

Im Gemeindegebiet von Neumarkt (Bezirk Murau) standen die Gleise der Südbahnstrecke fast zur Gänze unter Wasser und mussten von der Feuerwehr trocken gelegt werden. Mehrere Keller von Einfamilienhäusern und ein Tischlereibetrieb waren ebenfalls betroffen bzw. bedroht. Im Bezirk Murau waren insgesamt 100 Helfer im Einsatz. Sie kümmerten sich auch um die nach einem Erdrutsch verlegte Murauer Straße B97 in St. Georgen.

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