Mitarbeiter der Brauunion angeklagt
Puntigamer-Bier im Wert von 1,7 Millionen Euro gestohlen
Ein ungewöhnlicher Prozess steht Anfang Mai ins Haus. Ausgerechnet die eigenen Mitarbeiter sollen die Brauerei Puntigam in Graz, die zur Brauunion gehört, bestohlen haben. 24 Österreicher zwischen 39 und 64 Jahren sind angeklagt, weil sie von Jänner 2009 bis November 2017 vor allem Bier, aber auch andere Getränke mitgehen ließen. Der Gesamtwert der gestohlen Ware wird auf über 1,7 Millionen Euro geschätzt.
Die Angestellten sollen das Bier abgeschrieben haben, weil die Brauerei Bruchware für den Eigengebrauch erlaubt. Daraus wurde aber eine illegale Geschäftsidee, die Ware wurde vom Gelände der Brauerei weggebracht und verkauft. Dabei sollen die Beschuldigten ein monatliches Zusatzeinkommen von über 400 Euro lukriert haben. Auch das Finanzamt wurde inzwischen mit einer Forderung in der Höhe von 600.000 Euro vorstellig, weil die mutmaßlichen "Bier-Diebe" keine Steuern zahlten.
Die Angeklagten belasten sich zum Teil gegenseitig und wollen viel geringere Mengen für den Eigengebrauch mitgenommen haben. Prozessauftakt ist der 2. Mai im Landesgericht für Strafsachen Graz.
Ihnen droht im Falle einer Verurteilung eine Haftstrafe von bis zu 10 Jahren. Es gilt die Unschuldsvermutung.
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