Zwischen 25.000 und 30.000 Besucher kamen zum Schlossfest Ambras. Ein gnädiger Wettergott bescherte ein tolles Fest.
Der Wettergott hat doch noch mitgespielt“, freut sich die Geschäftsführerin der Innsbrucker Festwochen Sarah Wilson. Um die Mittagszeit brach gestern die Wolkendecke auf, einem Ambraser Schlossfest bei Sonnenschein stand nichts mehr im Wege.
Renaissance
Zwischen 25.000 und 30.000 Besucher machten sich
gestern auf den Weg in den Ambraser Schlosspark. Schon vormittags trudelten
die ersten Gäste ein. Um 15 Uhr begann mit Fanfaren und Trommeln schließlich
der festliche Einzug der Künstler. Über hundert Artisten und Musiker traten
in prächtigen Renaissance-Kostümen auf und drehten im Schlosspark die Zeit
um 300 bis 400 Jahre zurück. Unter den kostümierten Gästen: Bürgermeisterin
Hilde Zach und Schlossdirektor Alfred Auer. Beim dreimal aufgeführten
Renaissancetanz zeigten die tanzbegeisterten Gäste unter professioneller
Choreografie ihr Können. Im Mittelpunkt standen die verkleideten Kinder.
Eine Jury prämierte am frühen Abend das schönste Kostüm.
Musikbegeisterte lauschten den Konzerten der Akademie für alte Musik Berlin im sogenannten „Spanischen Saal“. Der Höhepunkt des Festes stieg schließlich um 21 Uhr. Barocke Klänge hallten durch die Lüfte, ein speziell auf die Musik abgestimmtes Feuerwerk erleuchtete den Himmel. Erst gegen halb zehn Uhr verließ der Großteil der Gäste das Areal. Um der Parkplatzknappheit vor dem Schloss zu entgehen, fuhr zwischen 13 Uhr und halb elf Uhr abends alle 15 Minuten ein Shuttlebus zwischen dem dez und Schloss Ambras. Viele Gäste gingen aber einfach zu Fuß.
Zwischenbilanz
Die Veranstalter der Innsbrucker Festwochen sind
mit den ersten Tagen absolut zufrieden. „Die Opernaufführungen waren
ausverkauft, alles läuft fulminant“, so Wilson. Heute Abend gibt es die
letzte Aufführung des Geduldigen Sokrates im Landestheater. Laut
Veranstaltern gibt es noch ein paar Restkarten. „Man muss einfach sein Glück
versuchen“, erzählt Geschäftsführerin Sarah Wilson.