Fall Leon: Vater erinnert sich an Kapuzenmann

Tirol

Fall Leon: Vater erinnert sich an Kapuzenmann

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Im Fall des ertrunkenen Leon (6) kommt nun endlich Bewegung in die Ermittlungen.  

Der Fall Leon schockte das ganze Land: Wie berichtet, wurde der aus Bayern zugewanderte Deutsche Florian A. Ende August auf einem Gehweg entlang der Kitzbühler Ache in St. Johann von hinten brutal und mit den traurigsten Folgen, die man sich vorstellen mag, überfallen: Ein bislang unbekannter Täter schlug den Familien¬vater von hinten mit einer Flasche, die dabei zerbarst, nieder. Das 37-jährige Opfer war um 4 Uhr in der Früh mit seinem beeinträchtigten Sohn im Buggy spazieren war, um Leon – der des nachts wegen seiner Krankheit immer wieder aufwachte – zu beruhigen. Während der Vater k. o. am Boden lag, kletterte der 6-jährige Sohn mit den Syngap-Syndrom aus dem Kinderwagen und verirrte sich im Dunklen über eine Böschung ans Flussufer und stürzte ins Wasser. Laut Obduktion ist Leon ertrunken, ohne Fremd- oder Gewalteinwirkung.

Familie bittet um Hinweise

Leons Vater Florian kann sich inzwischen wieder an Details der Nacht erinnern und wendet sich nun an die Öffentlichkeit. „In der Nacht von Samstag auf Sonntag, am 28.08., um kurz vor 3 Uhr ist ein Mann etwa 50m entfernt von uns im Regen durch den Park gegangen. Der Mann kam von der Stadtseite - auf der Seite der Fieberbrunner Ache und ging über die Brücke in die Richtung der Mittelschule St. Johann“, schreibt die Familie auf Facebook. „Florian und Leon waren zu dieser Zeit in Richtung der gleichen Brücke (zur Mittelschule) unterwegs. Florian sah den Mann nur sehr kurz. Er trat ins Licht der beleuchteten Brücke und ging drüber. Als wir wenig später auf der gleichen Brücke angekommen waren, über die er wegging, war er nicht mehr zu sehen.“

Die Familie bittet nun um Hinweise: „Der Mann hatte einen blauen Hoodie an, mit seiner Kapuze am Kopf und einem großen, weißen vollflächigen Aufdruck am Rücken - ähnlich einem Adler“. Der Mann hatte keinen Bart, war jung, schlank und ca. 1,80 Meter groß. „Da der Überfall später nur wenige Meter entfernt stattfand, und er die einzige Person ist, die uns während unseres Sparzierganges begegnete, hoffen wir den Mann ausfindig machen zu können. Vielleicht hat er wichtige Hinweise oder ist im besten Fall dort wo er sich um diese Uhrzeit aufgehalten hat, sogar auf den späteren Täter getroffen“, so die Familie.
   

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