Schock im Parade-Wintersportort: Ein Lawinenabgang im Bereich einer Skipiste im Tiroler Ischgl hat Freitagvormittag mindestens einen Toten gefordert.
Tirol. Ersten Informationen zufolge hatte die Pistenrettung den Abgang des Schneebretts bemerkt. Anschließend begann eine Suchaktion am Lawinenkegel, bei der die betroffene Person letztlich gefunden wurde. Ob sich weitere Wintersportler unter den Schneemassen befinden, ist vorerst unklar.
Lawinenabgang ereignete sich im Bereich der Pardatschgratbahn.
Der Sucheinsatz ist noch voll im Gange. Der Lawinenabgang hatte sich laut Exekutive im Bereich der Pardatschgratbahn ereignet. Nähere Informationen, auch zur Identität des Opfers, lagen zunächst nicht vor.
Bei einem weiten Lawinenabgang am Donnerstag im Gemeindegebiet von Tschagguns in Vorarlberg wurde eine 70-Jährige - die mit vier weiteren Tourengehern unterwegs war - auf 2.000 Seehöhe von den Schneemassen erfasst, konnte sich aber an der Oberfläche halten und konnte am Knie verletzt schnell geborgen und ins Tal geflogen werden.
Lawinengefahr derzeit groß
Der Lawinenwarndienst meldete auch für Freitag im Westen Österreichs in höheren Lagen erhebliche Lawinengefahr. Einzelne Wintersportler könnten Schneebretter im Altschnee auslösen. Gefahrenstellen liegen vor allem an steilen Schattenhängen, aber auch in eingewehten Rinnen und Mulden. Zudem seien Fernauslösungen möglich. In höheren Kamm- und Passlagen sollte auf kleinräumig frischen Triebschnee geachtet werden. Aktivitäten abseits gesicherter Bereiche erforderten Erfahrung in der Gelände- und Gefahrenbeurteilung, so die Mahnung.