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Tirol

Haft und 10.000 Euro Strafe für Sex-Täter

Tiroler soll Stieftochter jahrelang sexuell missbraucht haben.

Wegen schweren sexuellen Missbrauchs einer Minderjährigen und Missbrauchs eines Autoritätsverhältnisses ist  ein 44-jähriger Tiroler Oberländer am Dienstag im Landesgericht Innsbruck (Vorsitz Richter Norbert Hofer) zu fünf Jahren unbedingter Haft und 10.000 Euro Schmerzensgeld verurteilt worden. Der Angeklagte soll von 2006 bis Oktober 2011 die 1997 geborene Tochter seiner Lebensgefährtin beinahe täglich sexuell missbraucht haben. Das Urteil war vorerst nicht rechtskräftig.

Geständig
Vor Gericht zeigte sich der Beschuldigte geständig und reuig. "Ich bin der Schuldige, ich habe eine Strafe verdient, dazu stehe ich", erklärte der Angeklagte. "Ich möchte mich entschuldigen. Ich weiß, dass mein Handeln nicht verzeihbar ist, aber es tut mir leid." Der ebenfalls angeklagte Vorwurf der schweren Nötigung wurde wegen unzureichender Beweise fallen gelassen.

Beklemmende Ausführungen
Gründe für seine Taten konnte der Angeklagte nicht nennen. "Ich habe teilweise versucht, nicht mehr in ihr Zimmer zu gehen, es ging aber immer wieder los", sagte der Beschuldigte. Der Tiroler gab an, weder pädophile Tendenzen zu haben noch Kinderpornografie zu konsumieren.

"Begonnen hat es mit dem zu Bett bringen, mit Streicheln und Liebkosen", erzählte der Angeklagte vor Gericht. Über fünf Jahre hinweg hätten sich die Übergriffe bis zum schweren sexuellen Missbrauch gesteigert. Schließlich habe sich das heute 14-jährige Mädchen einer Freundin anvertraut und dann Anzeige erstattet.


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