Unfreiwilliger Stunt in Tunnel

Höllenritt

Unfreiwilliger Stunt in Tunnel

Schwere Verletzungen, die womöglich sein Karriereende bedeuten, erlitt ein Nachwuchsskirennläufer bei einem Crash im Milser Tunnel.

Ein spektakulärer Unfall im Milser Tunnel auf der Inntalautobahn (A12) führte gestern Nachmittag zu umfangreichen Staus in Fahrtrichtung Osten. Ein 18-jähriger Vorarlberger, Nachwuchsskirennläufer des österreichischen Teams, war gegen 14 Uhr mit seinem Mercedes-Geländewagen zum Training auf der Reiteralm unterwegs. Unmittelbar vor dem Tunnelportal des Milser Tunnels kam der schwere ­Wagen nach links von der Fahrbahn ab und geriet auf den Grünstreifen. Der junge Lenker riss das Fahrzeug wieder zurück und kam so auf das abgeschrägte Tunnelportal. Wie ein unfreiwilliger Stuntman fuhr der 18-Jährige die Tunnelwand hinauf, bis er kopfüber am höchsten Punkt der Tunneldecke entlang fuhr. Dabei räumte er die Verkehrsampel am Eingang und eine Deckenleuchte ab. Mit verringerter Geschwindigkeit krachte der Wagen nach rund 20 Metern auf die Überholspur und blieb total zertrümmert liegen. G. Kienel von der Autobahnpolizei Imst: „So etwas haben wir auch noch nicht gesehen. Auf der Tunneldecke sind eindeutig die Reifenspuren des Autos zu erkennen.“ Der Sportler dürfte eingeschlafen sein. Ein Alko­test konnte nicht durchgeführt werden. Mit Wirbelbrüchen und einer Lungenquetschung wurde der ­Bursche ins Krankenhaus gebracht. Eine Fortsetzung seiner Sportlerkarriere ist fraglich.

Die Sperre der A 12 dauerte bis 16.30 Uhr. Staus waren die Folge.

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