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Trotz Pyro-Verbot: Österreicher ließen es zu Silvester krachen

Das Böllerverbot, so der Eindruck in der Corona-Silvesternacht, wurde geflissentlich ignoriert.

Rein phonetisch unterschied sich dieses Silvester nicht großartig von anderen. Um Punkt 0 Uhr wurde trotz Verboten und Appellen in ganz ­Österreich kräftig drauflosgeballert. In Wien etwa berichten zahlreiche ÖSTERREICH-Leser, dass von Zurückhaltung keine Spur gewesen sei.

Polizei sah wenig Grund zum Einschreiten

Hotspot der diesjährigen Silvester-Sündenfälle war die Steiermark. Ein 45-Jähriger wurde von Böllern im Gesicht schwer verletzt, die Feuerwehr hatte einige Einsätze wegen diverser Brände, die Polizei spricht sogar von einem ungewöhnlich „betriebsamen“ Neujahr. 1.800 Notrufe gingen ein. 600 Einsätze wurden gefahren. Hotspot war Graz, wo mehr als 100 Anzeigen ­wegen pyrotechnischer Vergehen, aber auch Verstößen gegen die Covid-Maßnahmen ausgestellt wurden. Zum Vergleich: In der 2-Millionen-Stadt Wien gab es nur 300 Einsätze, wobei es jener in Favoriten natürlich in sich hatte.

Allerdings: Obwohl Böller im Ortsgebiet verboten waren, krachte es in der Nacht wie in „normalen Jahren“. Auffallend war nur, dass die Polizei keinen Grund zum Einschreiten sah.

Es krachte aber nicht überall: In Ländern wie Nieder- oder Oberösterreich wurde von sehr entspannten Neujahrsfeiern berichtet.



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