Trotz Warnung: Hotels in Ferien ausgebucht

Schulfrei

Trotz Warnung: Hotels in Ferien ausgebucht

Hoteliers im Osten jubeln über die Buchungslage, im Westen drohen Schließungen.

Wien. Startschuss für die ersten bundesweiten Herbstferien Österreichs. Erstmals haben alle 1,1 Millionen Schüler gleichzeitig frei. Das Ereignis wird komplett vom Coronavirus überschattet.

Der grüne Gesundheitsminister Rudolf Anschober warnt vor Reisen: „Wenn es irgendwie geht, bleiben Sie zu Hause.“ Fast ein Drittel (genau 27 %) der Menschen in Österreich leben in einem Gebiet, das auf der Coronaampel Rot geschaltet ist. Die Gefahr ist präsent.

Touristisch ist das Land völlig zweigeteilt: Im Osten und Süden sind viele Betriebe sehr gut ausgelastet. Besonders Thermen und Wellnesshotels werden überrannt. Die Gäste hier kommen zu 80 % aus dem Inland.

Nur mehr Restplätze in Thermen & Wellnesshotels

Glück. Die St. Martins Therme in Frauenkirchen (Burgenland) etwa ist „sehr gut gebucht“, wie es auf ÖSTERREICH-Anfrage heißt. Es gab vereinzelt Stornos aus Deutschland wegen der Reisewarnung, die Plätze waren schnell wieder vergeben. Ab jetzt gibt es mit Glück nur mehr Restplätze.

112 Kilometer weiter, im Falkensteiner Balance Resort in Stegersbach, sagt Julia Thek: „Unsere Auslastung ist sehr gut, am Wochenende sind wir ausgebucht.“ Auch hier gab es einige wenige Absagen aus Deutschland, „das war aber nur ein kleiner Prozentsatz“.

Dramatisch. Im Westen Österreichs – hier stehen ein Drittel aller heimischen Hotels – ist die Lage hingegen dramatisch. Seit vier Wochen hagelt es Stornierungen. „Es gibt zwar keine validen Zahlen, ich glaube aber, dass ab Ende Oktober 80 % der Häuser geschlossen haben werden“, sagt Mario Gerber, Spartenobmann Tourismus bei der Wirtschaftskammer.

Traditionell leben die Hoteliers hier von Gästen aus dem Ausland, die österreichischen Urlauber können dieses Minus niemals auffüllen.

Fest steht jedenfalls laut Umfrage der Österreich Werbung (1.500 Interviews): 58 % der Österreicher wollen heuer noch verreisen, zwei Drittel davon werden im Inland bleiben, das wären dann etwa 3,4 Millionen Menschen.

(pom)

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