Unfall in der Steiermark

Eltern retten Tochter vor dem Erfrieren

Die junge Frau stürzte mit ihrem Pkw 150 Meter in steiles Gelände ab.

Auf der eisigen Fahrbahn einer Forststraße war eine 29-jährige Pkw-Lenkerin aus der Steiermark am Mittwochabend mit ihrem Pkw ins Schleudern geraten und 150 Meter über einen steilen Hang in ein Bachbett gestürzt. Zwei Stunden später wurde die Schwerstverletzte von ihren Eltern entdeckt, die an der Unfallstelle vorbeikamen und auf Fahrzeugteile stießen.

Der Unfall ereignete sich laut Polizei gegen 22.00 Uhr auf einem wenig befahrenen öffentlichen Interessentenweg in Übelbach (Bezirk Graz-Umgebung). Die 29-jährige Lenkerin war auf dem Heimweg von einem Besuch bei ihren Eltern und verlor auf der eisglatten Fahrbahn die Kontrolle über ihren Pkw. Der Wagen prallte zunächst gegen die Böschung, wurde zurückgeschleudert, durchstieß einen Weidezaun und stürzte über eine steile Böschung rund 150 Meter ab, wobei mehrere Bäume den Fall bremsten. Das Autowrack kam im Bachbett auf den Rädern zu Stillstand.

Rettung nach zwei Stunden
Die schwerst verletzte Lenkerin konnte sich nicht selbst befreien. Erst nach zwei Stunden kamen zufällig ihre Eltern vorbei, die eigentlich auf dem Weg nach Frankreich zur zweiten Tochter waren. Sie bemerkten auf der Straße Teile einer Windschutzscheibe, vermuteten einen Unfall und schauten über die Böschung. Sofort leiteten sie Hilfsmaßnahmen ein, Feuerwehr und Rote Kreuz bargen die Schwerverletzte. Die 29-Jährige wurde ins UKH Graz eingeliefert, wo sie in künstlichen Tiefschlaf versetzt wurde. Wäre sie nicht rechtzeitig gefunden worden, wäre sie höchstwahrscheinlich erfroren, meinte ein Polizist.



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