Bild: TZ ÖSTERREICH/Kernmayer

Carjacking

Ungarin samt ihrem Auto entführt

Die Täter ließen sie später wieder frei und wurden kurz darauf geschnappt.

Opfer eines sogenannten "Carjackings" ist am Donnerstag eine Zeitungszustellerin aus Ungarn geworden: Zwei 19-jährige Rumänen bedrohten die Frau in Györ mit einem Messer, nahmen ihr das Auto ab und zwangen die 31-Jährige zur Mitfahrt nach Österreich. Auf der A4 bei Mönchhof (Bezirk Neusiedl am See) ließen die Täter die geschockte Ungarin frei. Die Verdächtigen kamen nicht weit: Gut zwei Stunden nach dem Überfall klickten für sie nahe Schwechat noch auf der Ostautobahn die Handschellen.

Auch Geld weggenommen
Die 31-Jährige traf gegen 13.00 Uhr auf die beiden Männer. Diese raubten ihr neben dem Wagen auch noch Geld und tankten damit den Wagen. Außerdem kauften sie sich etwas zum Essen und eine österreichische Autobahnvignette. Ihre Bitte, sie gehen zu lassen, erfüllten die Männer der Ungarin erst auf österreichischem Boden nahe der Autobahnabfahrt Mönchhof.

Während die Täter mit dem Wagen der 31-Jährigen in Richtung Wien flüchteten, traf die Frau auf eine Streife aus Nickelsdorf und schilderte den Polizisten, was ihr zugestoßen war. Die Beamten verständigten die Landesleitzentrale, eine Alarmfahndung wurde ausgelöst.

Wagen und Geld sichergestellt
Beamte der Autobahnpolizei schlugen gegen 15.10 Uhr auf der A4 bei Schwechat zu und nahmen die Verdächtigen fest. Das Auto der Ungarin und das vom Tanken und vom Einkauf noch übrig gebliebene Geld der Frau wurden sichergestellt.

Bei den Erhebungen stellte sich heraus, dass die Rumänen sich schon vor einigen Tagen mit dem Zug von ihrem Heimatland auf den Weg nach Ungarn gemacht hatten. Die zwei wurden mehrmals beim Schwarzfahren erwischt und daraufhin aus dem Zug geworfen. Weil sie kein Geld hatten und es für sie deshalb auch mit den Öffis kein Weiterkommen gab, hätten sie sich zu dem Carjacking entschlossen, gaben die Männer laut Sicherheitsdirektion bei ihrer Einvernahme an. Beide wurden in Untersuchungshaft genommen und in die Justizanstalt Eisenstadt gebracht.



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