Mord-Alarm in Dornbirn: Täter weiterhin auf der Flucht

Mann getötet

Mord-Alarm in Dornbirn: Täter weiterhin auf der Flucht

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Die Polizei sieht Suchtgiftmilieu als Tathintergrund.

Bei einem Gewaltverbrachen in der Nähe des Bahnhofs Dornbirn-Haselstauden ist am Freitagabend ein Mann getötet worden. Das Opfer wies massive Bauchverletzungen auf, es verstarb nach Eintreffen der Polizei und des Notarztes noch an Ort und Stelle. Dem Täter gelang die Flucht, eine Sofortfahndung sowie die Kontrolle des Bahnhofs und der Busse blieb zunächst ohne Erfolg, teilte die Polizei mit. Die intensiven Fahndungsmaßnahmen haben auch Samstagnachmittag noch keinen Erfolg gezeigt, der Täter ist weiterhin auf der Flucht. 
 

Suchtgiftmilieu 

Die Polizei wurde um 21.17 Uhr zum Tatort, einem Betriebsgelände beim Bahnhof, gerufen. Dort wurde der leblose Körper des Mannes gefunden. Ersten Informationen zufolge dürfte es sich bei dem Toten um 27-jährigen Vorarlberger aus dem Suchtgiftmilieu handeln. Von welcher Art die tödliche Verletzung des Mannes war, gab die Polizei aus ermittlungstaktischen Gründen zunächst nicht bekannt.
 
Ebenfalls am Tatort hielt sich eine Frau auf, die die Einsatzkräfte alarmiert hatte. Sie gab der Polizei erste Hinweise und erklärte, dass der Täter geflüchtet sei. Im Zuge der Fahndung wurden alle verfügbaren Streifen nach Dornbirn beordert, das Betriebsgelände wurde mit Polizeihund und Wärmebildkamera abgesucht. Gegen 1.30 Uhr war die Einvernahme der Frau in vollem Gange, die Exekutive erhoffte sich von ihrer Aussage grundlegende Erkenntnisse. Noch sei der Sachverhalt völlig unklar, hieß es. Mit weiteren Informationen sei nicht vor den Morgenstunden zu rechnen.
 

Fahndungsmaßnahmen laufen auf Hochtouren

 
Polizeisprecherin Susanne Dilp betonte, dass die Fahndungsmaßnahmen auf Hochtouren laufen. In der Nacht suchten mehr als 40 Beamte aus den Bezirken Bregenz und Dornbirn nach dem zu Fuß geflüchteten Unbekannten, am Samstagvormittag wurde der Tatort - ein Betriebsgelände beim Bahnhof - abermals großräumig kontrolliert. Dabei kam auch die Diensthundestreife zum Einsatz. Nicht gefunden wurde vorerst das Tatmittel, bei dem es sich wohl um einen spitzen Gegenstand handeln dürfte, nähere Erkenntnisse dazu gab es zunächst nicht. "Es sieht danach aus, als ob der Täter den Gegenstand mitgenommen hat", sagte Dilp.
 
Noch nicht einvernommen werden konnte eine 24-jährige Frau, die nach der Tat die Polizei alarmiert hatte und als Zeugin der tödlichen Auseinandersetzung gilt. Ihre mentale Verfassung habe eine Befragung noch nicht zugelassen, sagte Dilp. Gerade von der Aussage der 24-Jährigen erhoffen sich die Ermittler weitere Hinweise und Ermittlungsansätze.
 
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