Mord im Amt: Asylwerber hatte Aufenthaltsverbot

Tödliche Attacke in Vorarlberg

Mord im Amt: Asylwerber hatte Aufenthaltsverbot

Der Asylwerber stürmte mit dem Messer in die Behörde und rammte es Alexander A. in den Hals.

Schreckliche Bluttat im Sozialamt: Der Asylwerber Soner Ö. (34) soll am Mittwoch in der Bezirkshauptmannschaft Dornbirn den Abteilungsleiter für Soziales, Alexander A. (49), in den Hals gestochen haben. „Das Opfer starb an den schweren Verletzungen“, so Polizeisprecherin Susanne Dilp zu ÖSTERREICH. Der 34-Jährige soll am Mittwoch gleich mehrmals in der BH gewesen sein. Um etwa 15.15 Uhr kam es zum Streit. „Offenbar wurde sein Anliegen nicht so erfüllt, wie er es sich vorgestellt hat“, sagt Dilp.

Täter und Opfer 
waren alleine in Büro

Der tödliche Angriff ereignete sich in einem Büro, in dem sich das 49-jährige Opfer und der Täter alleine befanden. Andere Mitarbeiter waren laut Polizei nicht in Gefahr. Die Tatwaffe, ein Messer, stellten die Beamten noch in der Bezirkshauptmannschaft sicher.

Asylwerber – und doch 
in Vorarlberg geboren

Nach der Tat soll Soner Ö. zu Fuß geflüchtet und eine halbe Stunde später von der Polizei gefasst worden sein. Der 34-Jährige selbst soll bei der Tat verletzt worden sein. Eine Blutspur zog sich von der BH bis zum Ort der Festnahme.

Asylwerber wurde nicht in Schubhaft genommen

Beim mutmaßlichen Täter handelt es sich um einen in Vorarlberg geborenen amtsbekannten Türken, gegen den 2009 ein Aufenthaltsverbot erlassen wurde. Am 7. Jänner kehrte Ö. illegal nach Österreich zurück – und stellte einen Asylantrag.

Allerdings bleibt eine Frage offen. Warum wurde der spätere Killer nicht gleich in Schubhaft genommen und in die Türkei zurückgebracht - wie sonst üblich.

Politik

Landeshauptmann Markus Wallner (ÖVP) brach eine Brüssel-Reise ab, kehrte nach Vorarlberg zurück. Er teilte seine Betroffenheit mit. Das Land reagiert mit schärferen Sicherheitsmaßnahmen in Landhaus und allen Ämtern. (lae, wid)



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