Neue Vorwürfe

ORF-Insider: "200.000 Euro-Deal um einen ORF-Stiftungsrat"

Warum neben Weißmann jetzt auch ein ORF-Stiftungsrat Thema in der ORF-Stiftungsratssitzung werden wird...

„Das muss jetzt endlich aufgeklärt werden und nicht länger zugeschüttet werden“, sagen gleich mehrere ORF-Spitzenvertreter. ZiB2-Moderator Armin Wolf stellte denn auch ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Heinz Lederer offiziell im Interview die Frage, wie das sein könne, dass Roland Weißmann zwar wegen Vorwürfen – die er bestreitet – einer Mitarbeiterin zurücktreten musste, ein anderer Ex-ORF-Manager, den ganz ähnliche Vorwürfe betrafen aber sogar im ORF-Stiftungsrat sitzen könne. Gute Frage, sagen nun auch viele Stiftungsräte und ORF-Mitarbeiter. 

Stiftungsrat und Rechnungshof prüfen 

Der Fall könnte demnächst jedenfalls offiziell Thema im ORF-Stiftungsrat werden. Zwar wurden Verschwiegenheitserklärungen zwischen dem Ex-ORF-Manager und seiner damaligen Mitarbeiterin – oe24 kennt sämtliche Hintergründe darf diese aber aus Medienrechtlichen Gründen nicht schreiben – geschlossen, aber der Fall führte in weiterer Folge zu einem Gerichtsverfahren. 

Und die Folgen von eben jenem Verfahren, könnte jetzt auch einen Rechnungshofbericht interessieren, der gerade alle Personalcausen – von Verträgen bis Spesen bis Sonderzahlungen – prüfen.
Immerhin geht es um viel Geld das in diesem Fall gezahlt wurde – vom ORF. Und damit handelt es sich um de facto Steuergeld.

Nach Vorwürfen sei Geld geflossen

Die Mitarbeiterin wurde versetzt – auch auf eigenen Wunsch, um nicht mehr unter dem heutigen Stiftungsrat zu arbeiten. Vereinbart sei ein gleichwertiger Job gewesen. Etwas, das aus ihrer Sicht nicht passiert war. Sie machte offenbar den Bericht der ORF-Gleichbehandlungsbehörde – mit den Vorwürfen gegen ihren damaligen Vorgesetzten – publik und wurde vom ORF gekündigt. Damit sei der „damalige ORF-Manager geschützt worden“, sagen Kritiker im ORF. 

Im arbeitsgerichtlichen Verfahren vor Gericht gegen den ORF – als direkte Folge des mutmaßlichen Verhaltens des damaligen ORF-Managers – sagten etliche Zeugen aus. Das Bild: verheerend. 

Der ORF einigte sich im Herbst 2025 auf einen außergerichtlichen Vergleich auf eine hohe Zahlung an die Mitarbeiterin. Konkret gehe es um rund 200.000 Euro, die geflossen sein sollen, sagen mehrere ORF-Insider. Da es um Geld des öffentlich-rechtlichen Rundfunks geht, wird der ORF-Stiftungsrat hier wohl für öffentliche Klarheit sorgen müssen.  

Neue Vorwürfe gegen Weißmann erhoben

Indes prüft die Whistleblower-Stelle des ORF neue Vorwürfe (zwei per E-Mail von nicht bekannten Namen) gegen Weißmann.Im ORF rüstet man sich, dass noch einige Meldungen dieser Art eingehen könnten - nicht nur gegen Weißmann.

Fehler im Artikel gefunden? Jetzt melden.
OE24 Logo
Es gibt neue Nachrichten