Breite Befragung

Reform der Kindergärten startet mit großer Befragung

Wiens Kindergärten stehen vor einer größeren Reform. Bildungsstadträtin Bettina Emmerling startet deswegen eine Befragung unter Pädagoginnen, Assistentinnen und Fachleuten der Elementarbildung. Die Rückmeldungen aus der Praxis sollen zeigen, wo im System der Schuh drückt. 

Der Wiener Kindergarten soll neu gedacht werden. Bildungsstadträtin und Vizebürgermeisterin Bettina Emmerling (Neos) startet dazu eine breite Befragung unter Pädagoginnen, Assistentinnen und weiteren Beschäftigten der Elementarbildung. Die Stadt will wissen, wie der Alltag in den Einrichtungen wirklich aussieht und wo das System verbessert werden muss.

Stimmen aus dem Alltag gefragt

Die Reform trägt den Titel "Kindergarten neu denken". Emmerling will damit die Rolle des Kindergartens als erste Bildungseinrichtung stärken und langfristig modernisieren. Wer täglich mit Kindern arbeitet, soll nun seine Erfahrungen einbringen können. Die Teilnahmeinformationen wurden bereits an die Wiener Kindergartenträger weitergeleitet. Über eine Onlineplattform können Beschäftigte ihre Einschätzungen abgeben.

"Mit der Reform ‚Kindergarten neu denken‘ verfolge ich das klare Ziel die erste Bildungseinrichtung auf verlässliche, tragfähige und zukunftsfitte Beine zu stellen. Ein Kindergarten, der allen Kindern die besten Chancen bietet und sie bestmöglich auf die Schule vorbereitet. Ein Kindergarten, in dem die Motivation, warum Pädagoginnen und Pädagogen diesen Beruf gewählt haben, wieder ihren Alltag bestimmt und sie bei allen Herausforderungen gut unterstützt werden. Und ein Kindergarten, in dem Eltern gemeinsam mit dem pädagogischen Personal an einem Strang ziehen im Sinne der Kinder", erklärt Emmerling.

Beteiligung aus der Praxis

Die Stadt setzt dabei auf Beteiligung. Ein funktionierendes System könne nur gemeinsam entstehen. Darum ruft Emmerling Fachkräfte aus dem Bereich Elementarpädagogik auf, ihre Erfahrungen einzubringen. Neben Pädagoginnen und Assistentinnen sind auch Leitungspersonen, Verwaltungsmitarbeiter sowie Fachleute aus anderen Bildungseinrichtungen eingeladen.

Diskussionen im Education Lab

Parallel zur Befragung plant Wien mehrere Diskussionsformate. Im sogenannten Education Lab sollen Themenforen stattfinden, in denen Expertinnen und Praktiker über die Zukunft der Elementarbildung beraten. Die dort gesammelten Ergebnisse sollen in die Reform einfließen.

In den kommenden Monaten will die Stadt weitere Schritte setzen. Dabei geht es nicht nur um pädagogische Inhalte, sondern auch um das Fördersystem und die Organisation der Verwaltung rund um die Wiener Kindergärten. Ziel bleibt ein System, das Kindern gute Startchancen bietet und das pädagogische Personal im Arbeitsalltag stärkt.

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