Trotz des ersten Schnees harren diese Kühe in Sieblos (Deutschland) auf der Weide aus.

Vorarlberg

Verdacht auf Rinder-TBC bei Milchbetrieb

Andere Tiere des vorerst gesperrten Betriebs negativ getestet.

In Vorarlberg besteht bei einer Kuh aus Braz (Klostertal, Bezirk Bludenz) der Verdacht auf Rinder-TBC. Der Vorarlberger Landesveterinär Norbert Greber bestätigte einen entsprechenden Bericht des ORF Vorarlberg. Das Tier sei aus dem Bestand entfernt und getötet worden, am Montag wurden Proben für einen Schnelltest entnommen. Der Milchbetrieb wurde bis auf Weiteres gesperrt, hieß es.

Die betroffene Kuh verbrachte den Sommer auf einer Alm im Klostertal. Es habe dort und im Silbertal (Bezirk Bludenz) bei Wildtieren mehrere positive Fälle gegeben, erklärte Greber. Man habe daher die Viehbestände kontrolliert, die auf diesen Almen gesömmert wurden. Dabei sei der aktuelle Verdachtsfall entdeckt worden. Alle anderen Tiere des betroffenen Hofes seien negativ getestet worden, betonte Greber.

Das Ergebnis des Schnelltests sollte Ende der Woche vorliegen. Sollte dieser positiv ausfallen, werde zunächst eine Kultur angelegt. Bis man endgültige Gewissheit habe, werde mitunter also noch einige Zeit vergehen. "Im günstigsten Fall bringt der Schnelltest noch diese Woche Entwarnung, im schlimmsten Fall haben wir in zehn Wochen einen bestätigten TBC-Fall", sagte der Landesveterinär.

Vorarlberg kämpft seit längerem mit großem Kontrollaufwand gegen die anzeigepflichtige Tierseuche. Allein im Frühjahr 2013 wurden rund 3.000 Stück Vieh auf den Erreger untersucht. Um die Ansteckungsgefahr durch Wildtiere auf den Almen zu minimieren, hat das Land zudem die Abschussquoten bei Rotwild erhöht. Zuletzt mussten im Februar 2013 zwei Höfe im Silbertal wegen Rinder-TBC gesperrt werden.

In der Ostschweiz gab es schon mehrere Fälle von TBC bei Rindern, die sich auf Vorarlberger Almen infiziert haben sollen. 80 Tiere wurden deshalb geschlachtet. Die Schweiz und Liechtenstein rieten ihren Bauern bereits dazu, ihre Tiere nicht mehr nach Vorarlberg zu schicken. In der Schweiz sollen Landwirte, die diese Warnung nicht berücksichtigen, die Folgen und Kosten selbst tragen müssen. Anfang Jänner wurde ein weiterer Fall aus St. Gallen bekannt, auch diese Kuh soll sich in Vorarlberg angesteckt haben. Sie befand sich im Sommer ebenfalls auf einer Alm im Klostertal, laut Greber allerdings nicht auf derselben wie die verdächtige Vorarlberger Kuh.

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