25-Jährige in Wien brutal misshandelt - Verdächtiger in Haft

Frau in Lebensgefahr

25-Jährige in Wien brutal misshandelt - Verdächtiger in Haft

Das Opfer war blutüberströmt auf dem Gehsteig entdeckt worden.

Die 25 Jahre alte Frau, die am Sonntag in der Früh mit schwersten Kopfverletzungen in Wien-Margareten entdeckt wurde, befindet sich nach Angaben der Polizei nach wie vor in Lebensgefahr. Inzwischen konnte ein Verdächtiger festgenommen werden.

Vorfall offenbar geklärt

Beim Überfall in Wien-Margareten, bei dem die 25-Jährige mit einer Eisenstange schwer misshandelt worden war, ist offenbar geklärt: Ein Verdächtiger ist seit Donnerstag in Haft und hat mittlerweile ein Geständnis abgelegt, berichtete die Polizei. Der Beschuldigte soll die ihm Unbekannte zuvor stundenlang beobachtet und aus Frust gehandelt haben, weil er sich nicht traute, Frauen anzusprechen.
 
Die 25-Jährige wurde laut Polizeisprecher Patrick Maierhofer mehrfach mit einer Eisenstange geschlagen. Sie erlitt so schwere Verletzungen, dass sie sich in Lebensgefahr befand und im Spital in künstlichen Tiefschlaf versetzt werden musste.
 
Beim Verdächtigen handle es sich um einen in Wien wohnhaften österreichischen Staatsbürger. Er soll schon vor der Attacke am vergangenen Sonntag mehrere Wochen lang Frauen mit seinem Fahrrad verfolgt haben, weil er sie "ansprechen wollte".
 
 

"Helfer" als mutmaßlicher Angreifer

Der beschuldigte 41-Jährige hatte selbst über den polizeilichen Notruf Alarm geschlagen. "Er gab an, dass er die verletzte Frau auf der Straße aufgefunden hätte", sagte Polizeisprecher Patrick Maierhofer. Dann verließ er den Tatort in der Margaretenstraße, noch bevor die Einsatzkräfte eintrafen, kam aber später zurück.
 
Den Ermittlern erschienen die Angaben des Mannes offensichtlich bald dubios. Als sich auch noch ein Zeuge meldete, der einen Verdächtigen beobachtet hatte, der die Frau vor der Attacke auf einem Fahrrad verfolgt habe, wurde der 41-Jährige am Mittwoch festgenommen: Die Personenbeschreibung passte auf den polizeibekannten Mann.
 
Der Beschuldigte habe zunächst alles abgestritten, aber nach mehrstündiger Einvernahme "zu reden begonnen" und schließlich ein Geständnis abgelegt. "Er gab an, dass er seit rund einem Monat mehrere Frauen mit einem Fahrrad verfolgt hatte und sie eigentlich ansprechen wollte. Aus Frust über den Misserfolg dabei verübte er am 30. Dezember 2018 die Tat", so der Sprecher.
 
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