Blaulicht bei Polizeieinsatz

Inhaber versperrte Türe

84 Gäste nach Sperrstunde in Shisha-Bar

Bei der polizeilichen Räumung hätten Teile des jugendlichen Publikums aggressiv und uneinsichtig reagiert.

Wien. Das dritte Wochenende in Folge haben Polizei und Magistrat in Wien Veranstaltungsstätten und Nachtlokale verstärkt kontrolliert. Nach dem Covid-19-Maßnahmengesetz hat die Polizei 14 Anzeigen erstattet und drei Organmandate ausgestellt, berichtete Walter Hillerer, Leiter der Gruppe Sofortmaßnahmen, am Sonntag. 25 Gaststätten wurden überprüft. "Im Großen und Ganzen" würden sich Betreiber und Gäste an die Vorgaben halten, sagte Hillerer, es gebe aber immer noch schwarze Schafe.

Immer öfter kämen jetzt direkt aus der Club-Szene Hinweise wegen Verstößen gegen die Covid-19-Vorschriften an die Gruppe Sofortmaßnahmen. Im Fall einer "amtsbekannten Shisha-Bar" in Favoriten habe es im Vorfeld besonders viele Beschwerden gegeben. "Beim Eintreffen gegen 1.00 Uhr wurde reger Betrieb wahrgenommen. Der Inhaber verweigerte den Zutritt, indem er die Eingangstüre, welche zugleich der Notausgang des Lokals ist, versperrte", so die Schilderung des Einsatzes.

84 Gäste nach Sperrstunde in der Bar

84 Gäste wurden dort nach der Sperrstunde angetroffen. Bei der Räumung hätten Teile des jugendlichen Publikums aggressiv und uneinsichtig reagiert. Die Polizei schritt wegen eines Raufhandels vor dem Lokal ein. Es kam zudem zu einer Festnahme sowie Anzeigen auch wegen Lärmerregung und Anstandsverletzung.

Auch in Ottakring hat die Polizei ein Lokal im Zuge der Kontrollen geräumt. In der Nacht auf Sonntag feierten dort "dicht gedrängt rund 100 Gäste auch nach 1.00 Uhr", teilweise ohne Mund-Nasen-Schutz.

Die Gesamtbilanz des Covid-19-Schwerpunkts in der Wiener Partyszene. Neben den 14 Anzeigen und drei Organmandaten wegen Verstößen gegen Corona-Bestimmungen gab es zwölf Anzeigen nach der Gewerbeordnung. Dabei ging es um Beanstandungen wie versperrte Notausgänge und die Lagerung von brennbaren Materialien in der Betriebsanlage. Zudem gab es eine Anzeige nach dem Nichtraucherschutzgesetz wegen Shisha-Rauchens im Lokal. "Im Schulterschluss mit der Polizei gehen unsere Kontrollen weiter", kündigte Hillerer an.



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