Ex-Rapidler soll Novomatic erpresst haben

Staatsanwalt ermittelt

Ex-Rapidler soll Novomatic erpresst haben

Neue Wendung im Streit zwischen dem Glücksspielkonzern Novomatic und Ex-Rapid-Goalie Peter Barthold (64): Jetzt ermittelt die Justiz gegen den Ex-Kicker wegen Verdachts auf schweren Prozess-Betrug und schwere Erpressung.

Der Hintergrund: Barthold hatte Novomatic im Jahr 2016 geklagt, weil ihm das Unternehmen angeblich Geld schuldete. Diesen Prozess hat er im September 2017 rechtskräftig verloren. Dort von ihm getätigte Behauptungen und angeblich fälschliche Beweismittel stehen jetzt wieder im Fokus.

Drohung

Außerdem hat Barthold einen Erpressungsvorwurf am Hals: Branchen-Insider Gert Schmidt hatte mit seiner Firma spieler-info.at Ende 2016 Anzeige gegen Barthold eingebracht. Schmidt war bei Recherchen über illegales Glücksspiel auf Barthold gestoßen und hatte herausgefunden, dass der Ex-Fußballer, früher selbst im Glücksspielbereich tätig, offenbar den Plan fasste, Novomatic zu erpressen: Er habe Verantwortliche des Unternehmens zur Zahlung von 25 Mio. Euro zu nötigen versucht – andernfalls werde er eine kreditschädigende Medienkampagne starten und Behauptungen über illegale Zahlungen an Ex-Politiker Peter Westenthaler verbreiten.

Die Staatsanwaltschaft ermittelt nun gegen Barthold. Der Ex-Rapidler, für den die Unschuldsvermutung gilt, weist die Vorwürfe zurück: Er freue sich auf einen allfälligen Prozess, sagte er zu ÖSTERREICH. (sea)

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