Massiver Hacker-Angriff auf Stadt Wien

Probleme mit EU-Wahlkarten

Massiver Hacker-Angriff auf Stadt Wien

Wien. Offenbar gibt es gerade massive Probleme mit den EU-Wahlkarten in Wien. Die Schwierigkeiten sollen laut ersten Informationen mit einem Cyberangriff auf das Computernetzwerk der Stadt zu tun haben. Der Angriff auf das Netzwerk der Stadt war so massiv, dass das Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung (BVT) eingeschaltet wurde. Eine entsprechende Anzeige ist beim BVT eingegangen, bestätigt das Innenministerium gegenüber oe24. Die Ermittlungen laufen gerade. Inzwischen bestätigte die Stadt Wien einen DDoS-Angriff (mehr dazu weiter unten).

Es kam zu Verzögerungen beim Ausstellen der EU-Wahl-Wahlkarten.
 
"Bei uns ist eine Anzeige der Stadt Wien eingegangen zu der Thematik", sagte am Donnerstag Innenministeriumssprecher Christoph Pölzl. Die Frage, ob jetzt das BVT ( Bundesamt für Verfassungsschutz und Terrorismusbekämpfung, Anm.) ermittle, beantwortete Pölzl mit: "Ja, ja." Über den Inhalt der Sachverhaltsdarstellung müsse man die Gemeinde Wien befragen.
 

Stadt Wien bestätigt DDoS-Attacke

Es sei ein sogenannter DDoS-Angriff gewesen, sagte eine Sprecherin der Magistratsdirektion der APA. Dabei wurden durch eine automatisierte Attacke die Systeme lahmgelegt.
 
Die Server waren dadurch vorübergehend nicht erreichbar. Anders als bei einem Hackerangriff seien somit auch keine Daten gestohlen worden. In den vergangenen Tagen habe es verstärkt Angriffe gegeben, die immer wieder zu Systemeinschränkungen geführt hätten, so die Sprecherin.
 
Am Dienstag seien diese dann "kumuliert" und hätten das System für rund eineinhalb Stunden lahmgelegt. Wodurch es etwa zu Verzögerungen beim Ausstellen der EU-Wahlkarten kam. "Aber alle, die aufs Amt gekommen sind, haben eine Wahlkarte erhalten", erklärte die Sprecherin.
 
Jede größere Organisation sei mit derartigen Angriffen konfrontiert. Daher habe man auch entsprechende Vorkehrungen getroffen, hieß es. Diesmal sei nur besonders gewesen, dass die Schlagzahl derart hoch gewesen sei, dass das System zusammenbrach.
 

Wahlkarten-Chaos

Laut "Presse" hätte "als einer der ersten" Daniel Resch, Bezirksvorsteher von Döbling, das Problem bemerkt: "Wir hatten plötzlich lange Schlangen und Wartezeiten bei den Schaltern zur Ausstellung von Wahlkarten für die EU-Wahl." Das System sei instabil gewesen. Aus anderen Bezirken habe er ähnliches gehört. Aus dem Büro des für Wahlen zuständigen Stadtrats Jürgen Czernohorszky gab es laut der Tageszeitung am Donnerstag trotz mehrfacher Anfragen "keine Stellungnahme zu dem gravierenden Cyberangriff".
 
Bereits zuvor gab es Probleme mit der Amts-App für Wahlkarten. Mehrere hundert Personen, die über die App eine Wahlkarte beantragten, mussten lange warten, weil es ein Server-Problem gab: Die Informationen über angeforderten Karten wurden offenbar nicht an die zuständigen Behörden weitergeleitet. Trotz Bestätigung, dass die Wahlkarten zugestellt würden, passierte vorerst nichts. Dieses Problem wurde aber bereits behoben und die Anträge sind inzwischen durchgegangen. 
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