U-Bahn-Prügler kommen billig davon

Opfer brutal auf Gleis geprügelt:

U-Bahn-Prügler kommen billig davon

Top-Anwalt Nikolaus Rast hat schon so manchen Delinquenten vor Gericht rausgepaukt. Doch mit einem derart milden Urteil wie am Dienstag gegen seine Mandanten konnte selbst ein Berufsoptimist wie er nicht rechnen. Ein brutales Prügler-Trio aus der U-Bahn durfte nach Hause gehen.

Rast zog alle Register: Das angeklagte Trio im Alter zwischen 18 und 20 Jahren bereute zutiefst und überreichte dem Opferanwalt 1.500 Euro. Zur Wiedergutmachung dafür, dass sie im Februar zu dritt in der U-Bahn-Station Thaliastraße auf einen 36-Jährigen eingeprügelt hatten. Laut Anklage traten ihm die Betrunkenen gegen 4 Uhr in der Früh mit den Füßen gegen den Kopf, sodass das Opfer in der Folge auf die Gleise stürzte. Der Südamerikaner konnte sich gerade noch in Sicherheit bringen, bevor die U-Bahn einfuhr. Der 36-Jährige zog sich einem Bruch des Mittelfußknochens sowie Prellungen an Kopf, Oberschenkeln und Ellbogen zu. Entsetzte Augenzeugen alarmierten die Polizei.

Die Angeklagten gaben die Tritte und Schläge vor Gericht zu: „Es tut mir sehr, sehr leid“, sagte der 19-jährige Erstangeklagte. Das Trio habe sich bedroht gefühlt.

Wegen schwerer Körperverletzung wurden die Rumänen zu sechs Monaten bedingter Haft verurteilt. Natürlich keine Einwände durch die Verteidigung, rechtskräftig.

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