Ärger über Corona-Raser

Rücksichtslos

Ärger über Corona-Raser

Rücksichtslose Raser geben mit ihren Straßenboliden jetzt besondern gerne 'Stoff'.

Wien, Sbg. Autofahren in Zeiten von Corona animiert vor allem junge Lenker, die leeren Straßen als Rennstrecken zu missbrauchen. Im Glauben, dass jetzt weniger kontrolliert wird (was aber nicht der Fall ist) kommt es zu eklatanten Geschwindigkeitsübertretungen: In Wien etwa blitzte am Donnerstag ein mobiles Radargerät zwei BMW-Fahrer, die sich ein Hatzerl lieferten und dabei nacheinander mit 138 bzw 137 Sachen durch einen Baustelle auf der Tangente bretterten, in dem nur 60 km/h erlaubt sind.

Ebenfalls nicht sehr „taktvoll“ benahmen sich zwei Brüder auf der B 311 im Salzburger Pongau: Zuerst brachte der jüngere (18) die Tachonadel bis auf 183 km/h; als sein 19-jähriger Bruder nach der Polizeikontrolle das Steuer übernahm, bemerkten die Beamten, dass der ältere offenbar betrunken war – der Alkotest ergab 1,8 Promille. Beiden Burschen wurde der Probeführerschein gezwickt.

Laut Verkehrsclub Österreich (VCÖ) sind die angeführten Corona-Raser keine Einzelfälle, eine Ruppe von Uneinsichtigen würden sich in der Krise „doppel verantwortungslos“ zeigen. Experte Michael Schwendinger fordert, die Höhen für Verkehrsstrafen entsprechend anzupassen und deutlich zu erhöhen.



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