Urteilsverkündung

Causa Wienwert: SPÖ-Nevrivy von Vorwürfen freigesprochen

Auch der mitangeklagte Wienwert-Chef Stefan Gruze ist in diesem Teil des Großprozesses freigesprochen worden.

Der Donaustädter SPÖ-Bezirksvorsteher Ernst Nevrivy ist von den Vorwürfen gegen ihn rund um die pleitegegangene Immobiliengruppe Wienwert in erster Instanz freigesprochen worden. Auch für den mitangeklagten ehemaligen Wienwert-Chef Stefan Gruze gab es in diesem Zusammenhang einen Freispruch - weitere Vorwürfe gegen ihn im Wienwert-Großprozess sind aber weiter Gegenstand der Gerichtsverhandlung.

Bei den weitergegebenen Informationen habe es sich nicht mehr um ein Amtsgeheimnis gehandelt, erklärte der vorsitzende Richter Michael Radasztics nach der Urteilsverkündung. Im Zentrum von diesem Seitenstrang des Wienwert-Prozesses stand die Weitergabe von Informationen über eine geplante Remisen-Erweiterung durch die Wiener Linien. Nevrivy soll laut der Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) dem ehemaligen Wienwert-Chef Gruze einen internen Aktenvermerk über den geplanten Standort für eine Remisen-Erweiterung durch die Wiener Linien zugespielt haben. Gruze soll das Grundstück daraufhin gekauft und wenige Monate später zu einem weit höheren Preis an den Öffi-Betreiber weiterverkauft haben.

Im Gegenzug für die Informationsweitergabe soll Nevrivy von Gruze laut WKStA mehrere VIP-Tickets für das Wiener Fußball-Derby sowie Spiele der Nationalmannschaft bekommen haben. Zudem soll die Wienwert die bei Nevrivy beliebte Band "Wiener Wahnsinn" gesponsert haben. Gruze musste sich in diesem Zusammenhang unter anderem wegen Bestechung und Untreue verantworten.

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