Richterin zerstörte Handy, spricht jetzt vor U-Ausschuss.
Im Untersuchungsausschuss zu den Ermittlungen in der Causa Pilnacek sind am Donnerstag die Witwe des verstorbenen Justiz-Sektionschefs, Caroline List, und der Chef des niederösterreichischen Landeskriminalamts, Stefan Pfandler, von den Abgeordneten befragt worden. Während Pfandler die Polizeiarbeit verteidigte, ließ die Witwe, sie ist die Präsidentin des Straflandesgerichts Graz, aufhorchen. Sie sprach über das von ihr zerstörte Handy.
» Handy war sicher kein Beweismittel«
Vernichtet. Als sie sich entschlossen habe, das Handy zu vernichten, aus privaten Gründen, sei es sicher kein Beweismittel gewesen, sagte List den Abgeordneten. Bekommen hatte sie es von einem Anwalt. Der hatte es von Polizisten, die das Handy bei Karin Wurm abgeholt hatten. „Hätte mich ein Kriminalbeamter in den Wochen nach dem Tod meines Mannes ums Handy ersucht, hätte ich es natürlich herausgegeben“, sagt die Witwe. Das sei nicht geschehen, aus Kummer habe sie es dann zerstört. Vom Tod ihres Mannes sei sie von einer Richterkollegin informiert worden.