Qaeser richtig verpixelt

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Das geheime Netzwerk des Wiener ICE-Terroristen

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Den Saddam-Fans werden Anschläge auf Züge zur Last gelegt – sie glitten offenbar immer mehr in den Islamismus ab.

Wien, Berlin. Dieser Eindruck ergibt sich, wenn man sich die Aussagen des Hauptverdächtigen Qaeser A. (42) anhört und über die Facebook-Profile von ihm und dem in Prag in U-Haft sitzenden Ammar A. (30) surft: Qaeser A. will seine Frau als Unschuldsengel hinstellen, die von nichts wusste (obwohl ihre DNA auf einem Drohbrief und einem Klebeband gefunden wurde), denn: „Ihre Aufgabe ist es, unsere Kinder großzuziehen und den Haushalt zu führen.“

Der 30-jährige Ammar A.  wiederum postet auf Facebook, dass eine Frau ohne Schleier „wie ein Haus ohne Vorhänge“ sei. Wie erniedrigend für ihn, dass die tschechische Polizei seiner Gattin (27) den Nikab vom Kopf nahm und mit offenen Haaren der Presse vorführte …

Mutmaßliche Täter keine klassischen Islamisten

Rache. Um klassische Islamisten mit IS-Nähe dürfte es sich bei den beiden Ehepaaren – die kinderreiche  Familie des älteren Mannes lebte in einem Gemeindebau in Simmering – nicht handeln. Vielmehr dürften die Anhänger der Baath-Partei des einstigen irakischen Diktators Saddam Hussein den Westen für das Chaos im Irak nach der „Ermordung“ Husseins im Dezember 2006 verantwortlich machen. Und dafür sinnt man auch jetzt – obwohl man in den Kriegswirren hierher geflüchtet ist – noch immer auf Rache gegen den Westen. Wobei die Saddam-Irakis nach und nach religiöser und dann doch islamistisch wurden.

Damit ließen sich ebenfalls die Attentate auf die ICE-Züge als Terror-Akte erklären.

Im Verhör mit der Polizei erklärt sich Qaeser A. allerdings als „harmlos“, er wollte nur der Infrastruktur im verhassten Deutschland Schaden zufügen und niemals Menschen töten. Und das, obwohl er genau damit rechnen hätte müssen, wenn man Züge bei Berlin und in Bayern mit gespannten Drahtseilen entgleisen lassen will.

Vier nur wegen technischer Defekte gescheiterte  Anschläge werden den zwei Paaren vorgeworfen. Es gilt die Unschuldsvermutung.

Stephansdom im Visier des zweiten Verdächtigen

Verdächtig oft sind Sehenswürdigkeiten aus  ganz Österreich gepostet: Staatsoper, Schönbrunn, Hallstatt. Vor allem das Fai­ble von Ammar A. für Stephansplatz und den Steffl fällt auf. Auf einem Foto sind Ruinen aus Bagdad zu sehen, die mit der Örtlichkeit „Stephansplatz“ getaggt sind – Zufall oder  Absicht?

Bei einem anderen Bild des Stephansdoms (der als Anschlagsziel zumindest angedacht worden sein könnte)  sinniert der mutmaßliche Komplize von Qaeser A. – der mit seiner Frau auch verdächtigt wird, Geldzahlungen an die Terrororganisation IS getätigt zu haben – über seine Faszination für Hitler und wie der mit den Juden kurzen Prozess gemacht habe.

Dazu passen auch die Beobachtungen von Nachbarn von Qaeser A., die ihn und andere Araber immer wieder am jüdischen Friedhof am Zentralfriedhof bei geheimen Meetings gesehen haben. Planten sie hier Anschläge auf jüdische Einrichtungen? Staatsschützer sollten höchst alarmiert sein.

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