Wenn in Margareten bereits 76,6 Prozent der Vorschul- und Erstklässler dem Unterricht mangels Deutschkenntnissen nicht folgen können, dann sei das "kein Ausrutscher, sondern ein bildungspolitischer Totalschaden“, heißt es heute vonseiten der FPÖ Wien.
"Was sich im 5. Wiener Gemeindebezirk Margareten abspielt, ist kein Zufall, sondern das Ergebnis einer ideologischen Bildungspolitik, die sehenden Auges gegen die Wand gefahren wurde“, erklärte heute FPÖ-Bildungssprecher NAbg. Hermann Brückl zum massiven Anstieg außerordentlicher Schüler in Wien. "Seit Beginn der 1990er-Jahre warnt die FPÖ vor ungezügelter Massenzuwanderung. Ebenso lange fordere man, dass Kinder erst dann ins Regelschulsystem integriert werden dürfen, wenn sie ausreichend Deutsch sprechen. "All unsere Warnungen wurden in den Wind geschlagen – aus falsch verstandener Toleranz und ideologischer Verblendung“, so Brückl. Heute ernte man die Früchte dieser Politik: überforderte Lehrer, frustrierte Eltern und Kinder, die von Anfang an chancenlos seien. "Wer ohne Deutschkenntnisse in die Schule startet, wird systematisch zurückgelassen – das ist die bittere Wahrheit. Dazu kommt, dass eben von dieser Misere nicht nur Kinder von Zuwanderern betroffen sind, sondern auch die letzten Autochthonen. Denn diese werden durch die Verunmöglichung des Unterrichts ebenfalls zurückgelassen. Alles in Allem eine Katastrophe.“
FPÖ-Brückl: "Jahrelange Verweigerungspolitik von Wiederkehr und Co."
Besonders brisant sei, dass ein Großteil der betroffenen Kinder bereits in Österreich geboren wurde. "Das ist das eigentliche Armutszeugnis dieser Politik. Wer es nicht einmal schafft, in mehreren Kindergartenjahren elementare Deutschkenntnisse zu vermitteln, hat im Bildungsressort schlicht versagt“, stellte Brückl klar. Statt echter Maßnahmen gebe es PR-Kampagnen, Sommerkurse und wohlklingende Ankündigungen. „Wiederkehr betreibt Showpolitik ohne jegliche Nachhaltigkeit – viel Medieninszenierung, null Substanz.“
"Hätte man rechtzeitig auf die FPÖ gehört – klare Zuwanderungsregeln, konsequente Sprachstandsfeststellungen und Deutschpflicht vor Integration ins Regelschulsystem – wären uns viele dieser Probleme erspart geblieben. Doch statt Kurskorrektur erleben wir dieselbe ideologische Sturheit nun auf Bundesebene. Wiederkehr hat Wien bildungspolitisch an die Wand gefahren – und jetzt droht er, das im gesamten Bundesgebiet zu wiederholen“, so Brückl.