Dramen ohne Ende: Der Alexander-Fluch

Schicksalsschläge

Dramen ohne Ende: Der Alexander-Fluch

Ehefrau Hilde starb frühzeitig an Herzversagen, Tochter Susi bei einem Autounfall.

Dramen. Jetzt sind alle seine Liebsten tot. Peter Alexanders Leben war von Schicksalsschlägen gezeichnet. Der Entertainer-Star starb vor acht Jahren im Alter von 84 Jahren vereinsamt in seiner Villa in Wien-Döbling. 

2003 starb seine große Liebe, Ehefrau Hilde, mit 71 Jahren nach einem Oberschenkel-Bruch an Herzversagen in einer Wiener Privatklinik. Sie war 51 Jahre lang seine Managerin.

Tochter Susanne Neumayer wurde zu seinem Lebensmittelpunkt – ihr Unfall-Tod 2009 brach ihm das Herz. „Susi“ raste mit ihrem Auto auf der thailändischen Insel Ko Samui gegen eine Hausmauer. Sie wurde nur 50 Jahre alt.

Danach ließ sich Peter Alexander kaum mehr blicken, besuchte die Gräber seiner Liebsten. Freunde damals: „Er wollte nicht mehr leben.“

 

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Türkische Behörden ordneten Obduktion an

Fatma Sertturk, Sprecherin der Polizei im türkischen Antalya, bestätigt gegenüber oe24 und ­ÖSTERREICH den Tod des 55-Jährigen. „Ja, ein österreichischer Staatsbürger ist in Belek gestorben. Er heißt Michael Neumayer.“ Auch Maria Holzmann vom österreichischen Außenministerium bestätigte auf ÖSTERREICH-Anfrage, den Tod eines Österreichers in Belek.

Die Auffindungssituation in einem Haus, das Neumayer besessen haben soll, dürfte den Behörden vor Ort jedenfalls Rätsel aufgegeben haben. Deshalb wurde eine Obduktion an­geordnet. Das bedeutet, dass Fremdverschulden nicht ausgeschlossen werden konnte. Der Todesfall soll sich laut Gerichtsmedizin am 13. Jänner zugetragen haben. Die Obduktion sei schon abgeschlossen. Ein fertiger Bericht mit allen Endergebnissen stehe aber noch aus.

 

Neue Details

Laut Polizei lebte Neumayer mit seiner Lebensgefährtin im südtürkischen Belek im Stadtteil Serik. Sie soll es auch gewesen sein, die ihn regungslos in seinem Haus aufgefunden hat und die Polizei verständigte. Bekannt ist, dass der Verstorbene in der Vergangenheit mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte. Er ließ sich erst kürzlich aus einem Krankenhaus entlassen. Gerüchten zufolge soll er zuvor wegen des Verdachts auf eine Hirnblutung eingeliefert worden sein.

Zuletzt war er bei der Enthüllung des Denkmals für seinen berühmten Vater 2014 öffentlich aufgetreten – mit seiner damaligen Ehefrau Eliska und den Kindern Marlene und Philipp. Ob es seine Ehefrau war, die vor Ort in Belek war, konnte nicht bestätigt werden.

 

Versöhnung mit berühmtem Vater kurz vor dessen Tod

Michael Neumayer lebte seit Jahren zurückgezogen. Er galt als schwarzes Schaf der Familie, das sein Studium abbrach und 2003 mit einer Betrugs-Anklage Schlagzeilen machte. Er soll sich als Immobilien-Makler „verkalkuliert“ haben. Seine Firma meldete Konkurs an – Vater Peter Alexander soll damals eine Millionensumme gezahlt haben, um ihn zu retten.

Das Verhältnis mit seinem Vater blieb lange zerrüttet. Erst nach dem Tod seiner Schwester Susanne 2009 (s. u.) näherte man sich an. Neumayer erbte 2011 die Villa in Wien-Döbling und ließ sie versteigern. Ihr neuer Besitzer ließ sie 2018 abreißen.

 

Pleiten, Partys und Scheidung - das Leben des Michael N.

Er liebte Partys und verkraftete das Leben im Schatten des berühmten Vaters schlecht. Als er in den späten 90er Jahen dann seinen Job als Bankangestellter verlor, ging seine erste Ehe in die Brüche - 2003 folgte die Anklage wegen Betrugs. Seitdem lebte Michael Neumayer zurückgezogen und medienscheu. 
 
(Larissa Eckhardt)
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