Eigenen Vater brutal überfallen

Trio in Wien in Haft

Eigenen Vater brutal überfallen

Wenig ehrenwert geht es in dieser Familie zu: Der Vater landete im Spital, die Tochter in Haft.

Wien. Was geht nur im Kopf dieser 21-jährigen Tochter eines albanischen Gastronomen vor, die noch nie einen Tag im Leben gearbeitet hat, aber das Geld zu Fenster hinauswirft, als gäbe es kein Morgen? Jeden Meter legt sie mit Taxi zurück, Geschirr und Gewand wird nicht (ab-)gewaschen, sondern gestapelt bzw. weggeworfen und durch neue Teile ersetzt. Der Alltag bestand aus Sex, Drugs & PlayStation-Games. Als die junge Frau dann noch dazu mit einem gleichgesinnten gleichaltrigen serbischen Freund auftauchte, reichte es dem Herrn Papa – er drehte der Tochter den Geldhahn ab.
 
Weil die 21-Jährige nun gar nichts mehr hatte – auch keine Geld für die Miete für die alte Gemeindewohnung ihres Vaters, in der sie lebte –, soll sie einen heimtückischen Plan ausgeheckt haben: Ihr Freund sollte mit einem Cousin (25) maskiert den Gastwirt am Weg von der Privatadresse in Hietzing in den frühen Morgenstunden überfallen. Gesagt – zwei Wochen auspioniert –, getan: Am 14. Dezember um 4 Uhr früh zerschlugen die Schläger dem Opfer mit einem Meißel das halbe Gesicht und raubten ihm rund 30.000 Euro. Mit dem Geld mietete sich das Trio eine Luxus-Suite in einem Hotel im 20. Bezirk und feierte dort eine Orgie, die sich gewaschen hatte.
 
Kaum die Tatwaffe in der Donau entsorgt, kam die Polizei der „Blutsbande“ auf die Spur, weil der Überfallene einen Verdacht hegte und ihn gegenüber den Ermittlern trotz gebrochenen Kiefers äußern konnte. Das Trio ist in Haft. Jedem von ihnen drohen bis zu 15 Jahre Haft. (kor)
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