Gamechangers FridaysForFuture

Mutige Entscheidung

Eklat bei '4Gamechangers': Klima-Schüler lehnen Preis ab

Mit dieser Aktion hielten die jungen Aktivisten den Veranstaltern & Sponsoren den Spiegel vor.

Beim "4GameChangers Festival" werden eigentlich Initiativen, Unternehmen und Personen ausgezeichnet, die im letzten Jahr prägend für gesellschaftliche Veränderungen waren. Und so wurden im Zuge der Verleihung auch die Initiatoren von "FridaysForFuture" geehrt. Doch dabei kam es zum Eklat. Denn die Preisträger lehnten den Preis live auf der Bühne ab.

 

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Die Zuschauer, sowie die Moderatorin Arabella Kiesbauer und Laudator Bundespräsident Alexander Van der Bellen reagierten freilich verdutzt. Aber auf Facebook erklärten sie schließlich ihre Entscheidung. Zwar sei der Gamechangers Festival ein Platz der großen ideen und technischen Innovationen, allerdings stoßen die Sponsoren den Klimaaktivisten sauer auf. "Doch viele der repräsentierten Unternehmen und Sponsoren sind Teil einer Wirtschaftsordnung, die zurzeit auf Kosten des Planeten und zukünftiger Generationen Profite erwirtschaftet", sagen sie.

In ihrer Rede auf der Bühne wiesen sie darauf hin, dass die Welt von einer Lösung gegen die Klimakrise weit entfernt sei und nun Politik und Wirtschaft handeln müssten. Dieses Festival stehe für die Zukunft, "your future", "aber diese wird es nicht geben, wenn wir weitermachen, wie bisher", so die engagierten Schüler und Studenten. Deshalb gaben sie den Preis an die Sponsoren zurück und forderten sie jetzt zum Handeln auf. "Wir sprechen im Namen von FridaysForFuture Wien. Wir streiken seit Monaten, weil unsere Zukunft zerstört wird. Am 15. März 2019, dem 1. Weltweiten Klimastreik, sind alleine in Wien 30.000 Menschen für ihre Zukunft auf die Straße gegangen. 1,6 Millionen weltweit. Die Jugend hat die Gefahr erkannt und fordert die Politik auf, JETZT zu handeln. Wir müssen das 1,5°Grad-Ziel erreichen, um humanitäre Katastrophen zu verhindern", sagen sie und bedanken sich trotzdem dafür den Preis bekommen zu haben. "Wir sehen das als Eingeständnis, dass sich die Regeln des Systems ändern müssen?", heißt es in der Erklärung.

"Das 4GAMECHANGERS Team akzeptiert die Entscheidung. Die Botschaft dieser Bewegung bleibt auszeichnungswürdig, Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat stellvertretend dafür den 4GAMECHANGERS of the Year-Award entgegen genommen. Wir sagen Danke!", heißt es von Seiten des Veranstalters.




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