Er bekam aber vorher Unterstützung

Ermittler bestätigen: Wien-Attentäter handelte allein

Der Attentäter hatte im Vorfeld aber mentale Unterstützung und Hilfe beim Waffenkauf. Sieben Beitragstätern drohen lange Haftstrafen 

Die Ermittlungen zum Terroranschlag vom 2. November 2020 in der Wiener Innenstadt sind schon sehr weit gediehen. Die Einzeltätertheorie hat sich bestätigt, aber der am Tatort erschossene Attentäter hatte im Vorfeld mentale Unterstützung und Hilfe beim Waffenkauf, berichteten Staatsanwaltschafts-Sprecherin Nina Bussek und der Polizei-Chef-Ermittler Michael Lohnegger am Mittwoch in einer Pressekonferenz. Sieben Beitragstäter sind in U-Haft, ihnen drohen lange Freiheitsstrafen.

Drei rund um den Anschlag Beschuldigte wurden - etwa weil sie IS-Propagandamaterial weitergaben - bereits wegen Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt, zwei davon sind schon verurteilt. Derzeit wird noch gegen 30 weitere Beschuldigte intensiv ermittelt.

Lange Haftstrafen

Den sieben Beitragstätern drohen für die Unterstützung 20 bis 30 Jahre bzw. sogar lebenslange Freiheitsstrafe - also eine ebenso harte Strafe wie sie der Täter ausgefasst hätte. Denn es wird laut Bussek angenommen, dass sie in Kenntnis des Tatplanes des Attentäters gehandelt haben. Drei sollen dem Attentäter beim Waffenkauf (etwa auch durch Herstellung von Kontakten) geholfen haben, vier weitere dürften ihn psychisch unterstützt haben.

Die zuständige Staatsanwältin wird in absehbarer Zeit ihren Abschlussbericht an die Staatsanwaltschaft Wien übermitteln - sobald die Auswertung der zahlreichen sichergestellten Datenträger beendet ist. Derzeit wird laut Bussek auch noch auf ein Sachverständigengutachten über die mögliche Radikalisierung eines Beschuldigten gewartet. 



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